Application Software Toolbox FAST

Application Software Toolbox FAST

Komplett vorbereitet
mit vollwertigem Robotikkern

Standardisierte und wiederverwendbare Software-Module verschaffen dem Programmierern mehr Luft für die Entwicklung und den Test besonderer Maschinenfunktionen, um sich auf den eigenen Technologievorsprung zu konzentrieren. In diesem Sinne hat Lenze fertig programmierte Funktionsmodule für wiederkehrende Antriebsaufgaben entwickelt – die Application Software Toolbox FAST. Die Module nutzen standardisierte Schnittstellen, können beliebig und leicht kombiniert und mit eigenen selbst erstellten Komponenten ergänzt werden. Neu im Portfolio des Spezialisten für Motion Centric Automation: Komplette vorbereitete Robotiklösungen, die die Integration von Robotern in die Gesamtautomatisierung und deren Bewegungssteuerung vereinfachen.
Die zunehmende Individualisierung von Produkten führt zu immer kleineren Losgrößen in der Fertigung. Produktionsanlagen müssen folglich immer flexibler werden. Hier schlägt die Stunde der Roboter, da sie nicht an starre Bewegungsabläufe gebunden sind. Ihr Anteil in der industriellen Fertigung, beispielsweise in der Verpackungsbranche, wächst massiv. Unabhängig davon, welche Kinematik dabei zum Einsatz kommt: Es geht immer darum, eine Bewegung in einem mehrdimensionalen Raum zu erzeugen. Dieses kann entweder in Form linearer Zusammenhänge eines Portalsystems erfolgen oder auch nichtlinear wie in einem Delta-Roboter. Es ist die jeweilige Applikation, die darüber entscheidet, welcher Weg der richtige ist. Von der Verpackung bis zum Materialhandling: Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Robotern in der Fertigung brauchen Maschinenbauer dabei Technik, die sich flexibel und möglichst einfach für die jeweilige Aufgaben anpassen lässt.

Robotikkern in sechs Feinheitsgraden

Lenze bietet Funktionsmodule zum Beispiel für Pick&Place-Applikationen sowie die entsprechende Koordinatentransformation für unterschiedliche Kinematiken. Das neue Modul integriert einen neuartigen, leistungsfähigen Robotikkern mit sechs Freiheitsgraden. Er stellt hohe Flexibilität bei der Bahnplanung durch PLCopen Part 4 sicher und macht es zugleich möglich, Pick&Place-Bewegungen nur durch Parametrierung einfach und ohne Robotikkenntnisse auszuführen. In den neuen Modulen hat Lenze Robotik und Motion vereint; proprietäre Systeme und aufwendige Schnittstellenprogrammierung entfallen. Lenze teilt im neuen Modul der Application Software Toolbox FAST die Robotik in Kinematik und Bahnplanung auf. Die geometrische Berechnung des Roboters, das kinematische Modell, wurde mit einem universellen Verfahren zur Koordinatentransformation in Zusammenarbeit mit Universitäten im Kern integriert. Dadurch sind kundenspezifische Kinematiken schnell und effizient ohne Vorkenntnisse der Robotik abzubilden. Die Bahn kann also unabhängig von der Kinematik geplant werden. Erst die Zuordnung des Kinematikmodells zu den bewegungserzeugenden Bausteinen weist dem Roboter die Bewegung zu. Das hat einen großen Vorteil, denn sollte sich die Kinematik einmal ändern, kann das komplette Programm bestehen bleiben. Man muss lediglich parametrieren, nicht umprogrammieren.

Einfache Implementierung

Mit dem neuen FAST-Modul wird die Implementierung denkbar einfach: Es verpackt die Robotik zu einer leicht zu parametrierenden Antriebslösung mit vollwertigem Robotikkern im Inneren, die genauso einfach projektierbar ist wie eine einzelne Positionierachse. Es ist so einfach anzuwenden, dass damit SPS-gesteuerte Portale mit nacheinander ablaufenden Bewegungsbefehlen sehr gut ersetzt werden können. Durch die verwendeten offenen Standards PLCopen Motion Control und Coordinated Motion sowie der IEC61131-Programmierumgebung lassen sich mit FAST weitere Antriebsaufgaben perfekt integrieren. So können zum Beispiel die vor- und nachgelagerten Förderantriebe mit demselben Controller und Antriebsreglern realisiert werden. Selbst anspruchsvolle mehrachskoordinierte Antriebsverbunde lassen sich durch die komplette und intensiv getestete Softwarelösung ohne spezielles Wissen über die Programmierung von Robotern schnell und sicher nutzen. Weil sich der Maschinenbauer nicht mehr auf die Bewegungssteuerung konzentrieren muss, gewinnt er wertvolle Zeit für das Wesentliche, nämlich das Engineering der eigentlichen Maschinenfunktionen und die Optimierung der Prozesse – was in Summe seine Wettbewerbsfähigkeit steigert.

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