Was k?nnen heutige Vision Sensoren wirklich leisten?

Bedienbarkeit im Fokus

Vor ?ber zehn Jahren kamen die ersten Vision Sensoren auf den Markt. Seitdem hat sich einiges bei den technischen M?glichkeiten und der Bedienbarkeit der Produkte getan. Wie weit sind aber Vision Sensoren immer noch Wettbewerber zu klassischen Visionsystemen und wie sieht es mit der Usability der Ger?te aus? Um dies zu kl?ren, fand auf der SPS IPC Drives 2016 eine Podiumsdiskussion statt, bei der Vertreter der Firmen Baumer, ifm, MVTec, Sick und Stemmer Imaging teilnahmen.

 (Bild: TeDo Verlag GmbH)

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Was ist ein Vision Sensor?

Mike Gonschior (ifm): Ein Vision Sensor ist der Versuch, Bildverarbeitung f?r mehr Anwender zug?nglich zu machen.

Andreas Behrens (Sick): Vor zehn Jahren h?tte ich gesagt, er muss smart und kompakt sein sowie alles k?nnen. Heute gibt es verschiedene Arten von Vision Sensoren. Auf der einen Seite einen einfachen Sensor, wie einen Code-Reader, dann Tool-orientierte Sensoren, die konfigurierbar sind sowie programmierbare Vision Sensoren, mit denen deutlich mehr m?glich ist. Also angepasste Modelle, f?r die jeweiligen Benutzer.

Peter Keppler (Stemmer Imaging): In Wikipedia steht, dass es ein integriertes Visionsystem mit vordefinierten Algorithmen ist. Ein Sensor also, der f?r eine spezielle Aufgabe ausgelegt ist. Man muss also tats?chlich eine Grenze zu klassischen Visionsystemen ziehen, denn freiprogrammierbare Systeme sprechen ein ganz anderes Nutzerklientel an.

Marco Reiter-Wassmann (Baumer): Der Vision Sensor ist im Wesentlichen ein komplettes Bildverarbeitungssystem im Sensorformat, das an die Sensorik angepasst ist und von typische Sensorkunden bedient werden kann.

 (Bild: TeDo Verlag GmbH)

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Wo sind die Grenzen eines Vision Sensors?

Olaf Munkelt (MVTec): Bildverarbeitungssysteme werden dort eingesetzt, wo gro?e Datenmengen anfallen, gro?e Bilder ben?tigt werden und entsprechende Rechenpower gebraucht wird. Dies sind Anwendungen, die ein Vision Sensor nicht l?sen kann und wof?r man PC-basierte L?sungen ben?tigt.

A.Behrens: ?berall dort, wo ich mehrere Sensoren zusammenbringe, um eine Aufgabe zu l?sen – Stichwort Sensorfusion – steht ein Bildverarbeitungssystem im Vordergrund.

P.Keppler: Wenn wir uns klassische Sensoren anschauen, sind das Produkte, die eine spezielle Aufgabe haben. Genau das versuchen wir mit Vision Sensoren nachzubilden, eine ganz spezielle Aufgabe zu l?sen. Dagegen kann man mit einem Bildverarbeitungssystem eine Vielzahl von Einzelpr?fungen mit einem einzigen System flexibel konfigurieren.

M.Gonschior: Die Grenzen sind nach oben, aber auch nach unten flie?end. Die Frage ist: Welche Applikationen kann ich mit einem Vision Sensor schneller und robuster l?sen als bisher? Wo kann er die Arbeit erleichtern bzw. Nutzen bieten? Das muss nicht zwangsweise die Abl?sung einer existierenden Bildverarbeitungsl?sung sein, sondern kann auch der Ersatz einer Sensor-basierten L?sung bzw. einer alten Technologie sein.

M.Reiter-Wassmann: Wir sehen die Grenze dort, wo viele Sensoren in einem kleinen Raum eingesetzt werden. Wenn acht oder mehr Vision Sensoren ben?tigt werden, kann am Ende auch eine PC-L?sung mit Kameras die kommerziell sinnvollere Alternative sein.

 (Bild: TeDo Verlag GmbH)

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