Christiani Ausbildertag 2016

Christiani Ausbildertag 2016

Qualifiziertes Ausbildungspersonal – der Schlüssel zum Erfolg

Rund 400 Ausbildungsverantwortliche und Bildungsexperten aus ganz Deutschland kamen Ende September beim 17. Christiani Ausbildertag in der Bildungsakademie Singen zusammen. Die Veranstaltung präsentierte sich als Diskussionsplattform zum Informationsaustausch und zum Ausbau der persönlichen Netzwerke im Bereich der technischen Aus- und Weiterbildung.
Sachkundige Referenten aus Bildung, Wirtschaft und Politik informierten an beiden Tagen in acht verschiedenen Foren über aktuelle Themen, mit denen sich das Ausbildungspersonal von heute beschäftigt, u. a. Digitalisierung, Qualitätssicherung in der Ausbildung oder Integration von Flüchtlingen. Große Aufmerksamkeit wurde dem viel diskutierten Thema Industrie 4.0 entgegengebracht: Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Berufsbildung aus – was müssen Ausbildungsverantwortliche tun? Wie werden betriebliche und schulische Berufsausbildung 4.0-tauglich?

Abgestimmtes Gesamtkonzept

Bereits in seiner Eröffnungsrede ging der stellvertretende Präsident und Forschungsdirektor des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Prof. Dr. Reinhold Weiß, auf diese Fragen ein: „Berufsbildung 4.0 erfordert ein zwischen den relevanten Akteuren abgestimmtes Gesamtkonzept. Wichtige Elemente sind die Modernisierung der Ausbildungsberufe und Fortbildungsabschlüsse, eine Verbesserung der IT-Ausstattung an Schulen und überbetrieblichen Bildungseinrichtungen, Initiativen zur Sicherung der Unterrichtsversorgung an den Berufsschulen, aber auch zur Qualifizierung des betrieblichen und überbetrieblichen Bildungspersonals.“ Dass das Ausbildungspersonal bei dieser Entwicklung eine entscheidende Rolle einnimmt, sieht auch Friedhelm Rennhak, Mitglied der Geschäftsleitung von Christiani, so: „Neben all den technischen Details die sich hinter Industrie 4.0 verbergen oder der Digitalisierung der Bildungslandschaft, sollte immer noch der Mensch im Vordergrund stehen. Dabei kommt es entscheidend auf die Qualifikation der Ausbilder an, sowohl auf deren fachliche Kenntnisse als auch deren Soft-Skills. Sie sind es, die direkt mit den Auszubildenden in Kontakt stehen und die Aufgabe haben, aktuelle wie künftige Anforderungen aus der Industrie zielgruppengerecht und nachhaltig zu vermitteln. Unsere Ausbilder leisten einen wichtigen Beitrag, um die nächste Generation an qualifizierten Fachkräften aufzubauen und sichern damit den Unternehmen einen entscheiden Wettbewerbsvorteil.“

Faktor Mensch im Fokus

Auch Katja Haid, Ausbildungsbegleiterin der Handwerkskammer Konstanz, sieht den Faktor Mensch im Fokus: „In der Ausbildung gehen Menschen mit Menschen um. Die Qualität dieses zwischenmenschlichen Umgangs ist ganz entscheidend für den Ausbildungserfolg. Kommunikation und Motivation sind daher von großer Bedeutung.“ Unter der Federführung von Dr. Gert Zinke vom BIBB wurde deutlich, dass zunächst mögliche und notwendige Hebelpunkte lokalisiert werden müssen. Wo verändern sich die Arbeitsaufgaben der Fachkräfte und wie kann parallel die Ausbildung dazu passend gestaltet werden? Wie können notwendige Veränderungsprozesse angeschoben werden? Nach intensivem Austausch kamen die Beteiligten zu folgenden Erkenntnissen:

  • • Es ist zwingend erforderlich, dass Ausbilder und Auszubildende im Dialog mit den Fachabteilungen stehen.
  • • Gemäß der Lösung Keep-it-simple können bereits einfache, kleine Anlagen das prinzipielle Funktionieren automatisierter 4.0-Lösungen anschaulich vermitteln.
  • • Die Informationstechnik muss mitgedacht werden.

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