Digitalkompetenz

Digitalkompetenz

Die Digitalisierung hält Einzug in Automatisierung und Maschinenbau – nicht erst seit Industrie 4.0. Schon seit vielen Jahren stellen die Unternehmen der Branche mehr Software-Spezialisten und Informatiker ein als klassische Hardware-Entwickler.
Duch die Diskussion um Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 findet dieser Trend aber mehr Aufmerksamkeit. Entsprechend hoch bewerten auch Stipendiaten digitale Skills und IT-Kenntnisse. Laut einer Umfrage von e-fellows.net und McKinsey ist der Erwerb von Digitalkenntnissen während des Studiums entscheidend für einen gelungenen Berufseinstieg – das gaben rund 90 Prozent der befragten Toptalente in Deutschland an. Am bedeutendsten für den Berufseinstieg wurden die Fähigkeiten eingestuft, die nur selten während des Studiums zu erwerben sind. Dazu zählen die Analyse großer Datenmengen, der Umgang mit Enterprise Software, die Webanalyse sowie Programmierfähigkeiten. Vorhandene Kenntnisse hinsichtlich Textbearbeitung, Präsentationswerkzeugen, Internetrecherche oder Social Media schneiden besser ab, werden aber als weit weniger bedeutend erachtet. Damit auch weiterhin entsprechend qualifizierte Top-Talente im Bereich Elektro und Maschinenbau den Ansprüchen der Arbeitgeber gerecht werden können, braucht es ein passendes Angebot. Zum einen im Rahmen von Schulausbildung, Lehre und Studium. Zum anderen auch unabhängig davon. Das EU-Projekt Code Week ist ein Beispiel dafür: Ziel ist es, Kinder und Jugendliche spielerisch an die Welt der Technik heranzuführen und so schon früh zu zeigen, dass Programmieren Spaß macht. Die Veranstaltungsreihe findet vom 15. bis 23. Oktober bereits zum dritten Mal statt. Im vergangenen Jahr waren es 110 Veranstaltungen in insgesamt 27 deutschen Städten. Eine stattliche Zahl, die aber im Ländervergleich nicht mithalten kann. Die Spitzenreiter Polen und Italien schafften es 2015 jeweils auf über 2000 Veranstaltungen. Es ist also noch Luft nach oben.

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