Ifo-Kennzahlen
Industrie erwartet Produktionsplus
Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie haben sich laut aktuellen Zahlen des Ifo-Instituts leicht verbessert. Im Maschinenbau kletterten die Erwartungen, nach minus 12 Punkten im Juli, wieder in den positiven Bereich.
Bild: ifo Institut

Die deutsche Industrie erwartet in den kommenden Monaten eine leichte Zunahme ihrer Produktion. Der entsprechende Ifo-Indikator ist im August auf plus 15,4 Punkte, nach plus 14,3 im Juli gestiegen. „Nach und nach kommt der Motor der deutschen Wirtschaft, die Industrie, wieder in Gang“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Befragungen.

Maschinenbau wieder im Plus

Erstmals nach etwa einem Jahr rechnen die Maschinenbauer damit, dass sich ihre Produktion wieder ausweitet. Der Index stieg auf plus 3 Punkte, nach minus 12 im Juli. Auch die Erwartungen in der Metallerzeugung und -bearbeitung sind nach fast zwei Jahren erstmals positiv mit plus 5 Punkten, nach minus 11 im Juli.

Automobil-Unternehmen erwarten zwar weiterhin eine Zunahme ihrer Produktion, zeigen sich jedoch nicht mehr ganz so optimistisch wie im Monat zuvor: Der Indikator fiel auf plus 48 Punkte, nach plus 49 im Juli. Von verbesserten Aussichten berichteten die Möbelhersteller mit 19 Punkten (Juli: 7 Punkte) und die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten mit 12 Punkten, nach plus 1 Punkt im Juli.

In der Chemie- und in der Pharmabranche blieben die Werte unverändert mit 19 und 22 Punkten.

Bei den Herstellern von Leder, Lederwaren und Schuhen lässt die Erholung weiter auf sich warten. Der Produktionsindex fiel drastisch auf minus 56 Punkte, nach minus 19 im Juli. Die Erwartungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie haben sich nach einem Zwischenhoch im Juli wieder verschlechtert. Der Indikator fiel auf minus 10 und minus 15 Punkte im August. Bei den Getränkeherstellern fiel der Indikator auf plus 2 Punkte, nach plus 28 im Juli.

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Walter Neff GmbH Maschinenbau
Bild: Walter Neff GmbH Maschinenbau
Retrofit-Projekt macht 400t-Presse fit für die Zukunft

Retrofit-Projekt macht 400t-Presse fit für die Zukunft

Bei Fütterer Werkzeugbau werden pro Jahr rund 30 Werkzeuge nach individuellen Kundenvorgaben gefertigt. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Konstruktion und Herstellung von Transfer-, Tiefzieh- und Folgeverbundwerkzeuge sowie von Prototypen und Prototypenwerkzeugen. Insgesamt drei hydraulische Pressen kommen bei der Werkzeugfertigung zum Einsatz. Die größte hydraulische Presse kommt aus dem Hause Neff: eine 400t Doppelständer-Ziehpresse mit 160t Ziehkissen und einer Tischgröße von 1.500 mal 1.200mm. An dieser Presse wurden vor Kurzem Retrofit-Modernisierungsmaßnahmen von Neff vorgenommen