Marktplatz Industrie 4.0

Lösungsforum für zukunftstaugliche Anwendungen

Industrie 4.0 und die digitale Transformation sind als Trendthemen unserer Zeit seit einigen Jahren sehr präsent. Doch geht es statt um Zukunftsvisionen inzwischen immer öfter um den praktischen Nutzen und die schnelle Umsetzung entsprechender Projekte. Diese Entwicklung aufgreifend wurde der Marktplatz Industrie 4.0 ins Leben gerufen, der als neuer Bestandteil des Automatisierungstreffs einen Schwerpunkt auf konkrete Use Cases für Industrie 4.0 und IIoT legt.

Der Automatisierungstreff als Kommunikationsplattform wird erstmals um den Marktplatz Industrie 4.0 ergänzt. (Bild: Strobl GmbH)

Der Automatisierungstreff als Kommunikationsplattform wird erstmals um den Marktplatz Industrie 4.0 ergänzt. (Bild: Strobl GmbH)


Der Marktplatz Industrie 4.0 richtet sich an Anwender, Praktiker und Macher, die die digitale Transformation in ihren Unternehmen voranbringen wollen. Mit dieser Ausrichtung ergänzt dieses Forum den Automatisierungstreff als Kommunikationsplattform für die Präsentation und Diskussion neuer Technik und Trends, der vom 28. bis 30. März wieder in der Kongresshalle in Böblingen stattfindet.

Ganzheitlicher Nutzen

Damit Industrie 4.0 für den Anwender attraktiv wird, müssen Vorteile der Digitalisierung klar dargestellt werden. Der Marktplatz Industrie 4.0 will es den Besuchern ermöglichen, den ganzheitlichen Ansatz von Industrie 4.0 und IIoT zu verstehen und den Wert einer entsprechenden Applikation zu erkennen. Nur durch das nahtlose Zusammenspiel von allen Ressourcen einer Fabrik, vom kleinen Sensor in der Produktion bis zur Management-Software in der Geschäftsführung, wird die Grundlage für eine signifikant höhere Wertschöpfung erreicht. „Der Marktplatz Industrie 4.0 liefert keine technischen Präsentationen von Teilbereichen, sondern eine Plattform zur Vorstellung von Ideen und praktischen Lösungen, die echten Mehrwert aufzeigen“, betont Sybille Strobl, Geschäftsführerin des Veranstalters.

Gewinnbringende Anwendung

Die Zielgruppe des Marktplatzes Industrie 4.0 ist breit. Dazu gehören:

  • • technisches und kaufmännisches Management, welches die gewinnbringende Anwendung von Industrie 4.0 im Fokus hat,
  • • IT-Fachleute, die die Daten der Produktionsebene als Basis zur Entwicklung intelligenter Software-Funktionen benötigen,
  • • Technische Leiter und Projektierer, die sich effizientere Verfahren zur Verbesserung der Produktionsabläufe wünschen,
  • • Anlagenplaner in der Automotive-Industrie, die große Anlagen effizienter verwalten müssen und mithilfe der IT flexibler machen wollen,
  • • sowie Service- und Instandhaltungs-Techniker, die eine automatische Selbstüberwachung aller Geräte wünschen und mehr Effizienz bei der Wartungsplanung erreichen wollen.

Das Ziel: Der Anwender kommt mit einer Aufgabenstellung zum Automatisierungstreff und entdeckt auf dem Marktplatz bereits eine passende Anwendungslösung oder zumindest eine entsprechende Idee zur Umsetzung. So bündelt das neue Forum Anbieter verschiedener Produkte und Disziplinen an einem Ort und stellt dem Marktbesucher verfügbare Use Cases vor. Jeder Fall beinhaltet eine konkrete, nachvollziehbare Aufgabenstellung und stellt den Lösungsweg mit Industrie-4.0- bzw. IIoT-Funktionalität vor. „Interessierte kommen mit konkreten und klaren Applikationsanfragen zum Marktplatz“, betont Stefan Körte, Bereichsleiter bei Hilscher und Teilnehmer auf dem Marktplatz Industrie 4.0. „Für uns Aussteller stellt es einen sportlichen Ehrgeiz dar, für die Anfragen der Besucher die bestmögliche Lösung zu finden.“ Laut Körte bietet sich hier ein ideales Konzept, wenn es beim Thema Industrie 4.0 darum geht, konkret zu werden. Für ihn ist die Technologie für Industrie 4.0 nun einsatzbereit. „Wenn man dann aber immer nur über theoretisch mögliche Ansätze spricht, kommt man nicht weiter“, so Körte. Der Marktplatz Industrie 4.0 wird hingegen praxistaugliche und erprobte Use Cases vorstellen. Unter anderem wird Hilscher zusammen mit IBM eine Industrie-4.0-Implementierung zeigen, die beide Unternehmen bei John Deere in Mannheim bereits umgesetzt haben. Um sicherzustellen, dass die Use Cases für den Marktplatz Industrie 4.0 den Anforderungen der Besucher gerecht werden und zu der Vision sowie dem Charakter des neuen Forums passen, überprüft ein unabhängiger Beirat die Use Cases, die vorher mit einer Kurzbeschreibung eingereicht werden. Für Anwender wie Angelo Bindi, CIO bei Aperam, ist der Marktplatz Industrie 4.0 genau der richtige Ansatz, um gute Ideen zu generieren. Ein Dreh- und Angelpunkt stellen für ihn herstellerunabhängige Kommunikationslösungen von der Feldebene bis zur Cloud dar: „Marktplätze sind seit Jahrtausenden bekannt“, betont er. „Der Marktplatz Industrie 4.0 wird helfen, die richtigen Fragen zu stellen, um das Thema Industrie 4.0 transparenter zu gestalten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Bei der All About Automation Leipzig am 12. und 13. September war ein abwechslungsreiches Ausstellerspektrum vertreten. Mehr als 1.000 Fachbesucher (2017: 864) informierten sich bei 110 Ausstellern (2017: 95).  ‣ weiterlesen

Die gute Auftragslage und der hohe Auftragsbestand sorgen dafür, dass die Maschinenbaufirmen auch 2019 mit Produktionszuwächsen rechnen können.  ‣ weiterlesen

Bei der Entwicklung neuer Motion-Anwendungen im Maschinenbau gilt es Zeit zu sparen, um möglichst schnell am Markt zu sein. Dabei nehmen moderne Software Tools einen immer größeren Stellenwert ein, denn sie ermöglichen einen reduzierten Engineering-Aufwand und die parallele Entwicklung von Hardware und Logik. ‣ weiterlesen

Mit den Seilzugebern SGH25 und SGH50 erweitert Siko seine SGH-Serie, deren Messlängen jetzt von null bis 5m reichen. Möglich macht das ein seilbasiertes Funktions- und Konstruktionskonzept, das Sensorik, Elektronik und Mechanik vollständig in den Zylinder integriert. Das kompakte Design eignet sich auch für größere Zylinderhübe, die in Hydraulikzylindern und Teleskopzylindern von Baumaschinen, Landmaschinen oder in Nutzfahrzeugen vorzufinden sind.
‣ weiterlesen

Mit einem Funknetzwerk können Maschinen- und Anlagenbauer auf einfache Weise komplexe Aufgabenstellungen der Sensor-Aktor-Kommunikation lösen. Die neueste sWave-Net-Generation lässt sich mit der Sensor Bridge als Kommunikations- und Konfigurationsschnittstelle direkt in die übergeordnete IT-Infrastruktur einbinden. ‣ weiterlesen

Der Trend zu branchenübergreifenden OPC UA Companion Specifications bringt einige Herausforderungen mit sich, z.B. die branchenweite Abstimmung von Inhalten eines Informationsmodells. Um dieser Situation mit einem vereinheitlichten Vorgehen zu begegnen, wird zusammen mit vielen Hinweisen für Organisatoren, Moderatoren und Teilnehmer durch den VDMA-Arbeitskreis ein Leitfaden als Einheitsblatt veröffentlicht. Um den Anspruch des Leitfadens nach Wiederverwendung zu unterstützen, wird als weiteres Hilfsmittel eine Darstellung der Zusammenhänge zwischen Companion Specifications untereinander und den zugrunde liegenden Standards vorgestellt. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige