Komplettpaket für die Warenlogistik

Materialnachschub gesichert

Der Automobilzulieferer Auto-Kabel verfügt weltweit über acht Produktionsstandorte mit rund 3.500 Mitarbeitern. Das Unternehmen hat in allen Standorten die Materialbereitstellung an geeigneten
Maschinen und Arbeitsplätzen über Behälter und Rollenregale gelöst, die nach dem Fifo-Prinzip ausgelegt sind. Auch am Hauptsitz im süddeutschen Hausen kommen in der Fertigung von Leitungssätzen für das Energiemanagement im Automobilbau solche Durchlaufregale mit Rollenbahnen zum Einsatz, für deren Funktionstüchtigkeit das StockSaver-System von Werma eine entscheidende Rolle spielt.

 (Bild: Werma Signaltechnik GmbH & Co. KG)

(Bild: Werma Signaltechnik GmbH & Co. KG)

Die Abteilung ‚Industrial Engineering‘ der Auto-Kabel Management verantwortet die Optimierung von Abläufen in den Werken und sah in einem Bereich erhebliches Verbesserungspotenzial: „Bei den Schweißmaschinen zur Konfektionierung der Leitungssätze mit der vorgesehenen Anschlusstechnik kam es immer wieder zu Engpässen und Leerlaufzeiten, weil der Materialnachschub ins Stocken geriet. Das wollten wir abstellen, allerdings ohne unnötig hohe Kosten und Platz für zusätzliche Sicherheitsbestände zu verursachen.“ Darüber hinaus mussten die Maschinenbediener bislang häufig den Arbeitsplatz verlassen und den Logistiker aufsuchen, wenn das Material leer war. In dieser Zeit standen die Maschinen still. „Wir kannten von Werma bereits die MDE-Alternative SmartMonitor. Da haben wir uns die StockSaver-Lösung angesehen“, sagt Maik Engelhardt, Pilot-Projektleiter Industrial Engineering. Nach einer ersten Vorstellung wurde entschieden, dass drei Durchlaufregale, welche insgesamt 90 Materialfächer beinhalten, mit dem System ausgerüstet werden. StockSaver ist wartungsfrei, einfach nachrüstbar und für alle Fifo-Rollenregale geeignet. Sensoren überwachen die Anzahl der Behälter, das heißt den tatsächlichen Materialbestand im Fifo-Rollenregal als Meldepunkt in der Logistikkette. Diese Daten werden mittels einer sogenannten Smartbox über ein robustes Funknetz an die StockSaver-Software übermittelt und dargestellt – so entsteht ein ‚digitaler Zwilling‘ aller eingebundenen Fifo-Rollenregale und es besteht jederzeit Transparenz über verfügbares Material im Regal am Arbeitsplatz. Löst eine Behälterentnahme den Meldebestand aus, wird automatisch für die Logistik die Bedarfsliste aktualisiert. So wird eine zeitnahe und über Prioritäten gesteuerte effiziente Versorgung sichergestellt. Darüber hinaus werden manuelle Fehlerquellen, wie vergessene oder verlorene Kanban-Karten sowie fehlende Leermeldungen ausgeschlossen.

Die Durchlaufregale bei Auto-Kabel wurden mit dem zuverlässigen, transparenten und nachrüstbaren System zur Materialnachschubsteuerung ausgestattet: StockSaver von Werma. (Bild: Werma Signaltechnik GmbH & Co. KG)

Die Durchlaufregale bei Auto-Kabel wurden mit dem zuverlässigen, transparenten und nachrüstbaren System zur Materialnachschubsteuerung ausgestattet: StockSaver von Werma. (Bild: Werma Signaltechnik GmbH & Co. KG)

Intuitive und übersichtliche Software

Die Daten werden funkbasiert übermittelt und in der mitgelieferten StockSaver-Software dargestellt. Der Leitstand gewährleistet volle Transparenz und einen kompletten Überblick über den genauen Materialbestand am jeweiligen Arbeitsplatz. Die Bedarfsliste informiert die Logistik rechtzeitig über Bedarf und Priorität des Nachschubs, eine automatische To-Do-Liste für den Logistiker. So werden Fehler vermieden, der Versorgungsprozess beschleunigt und hohe Sicherheitsbestände in der Produktion unnötig. Schon nach dem ersten Testlauf waren deutliche Verbesserungen sichtbar und das gesteckte Ziel, durch StockSaver die Leerlaufzeiten der Maschinen zu minimieren, wurde erreicht. „Wir konnten sofort nach Inbetriebnahme des Systems unsere Stillstandszeiten und Sicherheitsbestände reduzieren. So hat sich dieses Projekt schon innerhalb von sechs Wochen amortisiert“, zeigt sich Schwald zufrieden. Zudem muss der Maschinenbediener seinen Arbeitsplatz nicht mehr verlassen, um Nachschub beim Logistiker zu ordern, da die Software den Logistiker im Lager rechtzeitig und automatisch über den Bedarf und die Priorität des Nachschubs informiert.

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