Tipps zum perfekt konfektionierten IPC-System

Tipps zum perfekt
konfektionierten IPC-System

19″-Rack-PC, Mini-/Box-PC und Panel-PC im Vergleich

Jede Fertigungsanwendung ist anders. Jede Betriebsumgebung unterscheidet sich. Um dem breiten Anwendungsspektrum Rechnung zu tragen, stehen Industrie-PCs in unterschiedlichen Bauformen und Systemauslegungen zur Wahl. Technische und betriebswirtschaftlich-organisatorische Kriterien helfen, das optimale System für die konkreten Einsatzbedingungen zu identifizieren. Wir erläutern, welche das sind und wie Anwender zu ihrem perfekt konfektionierten IPC-System kommen
Eine immer intelligentere Vernetzung und Steuerung ist unverzichtbar, um die Produktivität und Effizienz in der Fertigung zu steigern. Flankiert wird dieser Trend von einer wachsenden Intelligenz der Maschinenkomponenten vor Ort. Das Einsatzspektrum für den Industrie-PC (IPC) als zentrale Stütze der industriellen Automatisierung wird durch die aktuellen Trends noch vielschichtiger. Gleichzeitig schaffen die Entwicklungsschübe in der PC-Technik neue Wahlmöglichkeiten. Unternehmen sind daher in der komfortablen Position, mit Blick auf die konkreten Einsatzbedingungen ihr System aus einem breiten Angebot präzise zu konfektionieren.

Bauformen von Industrie-PCs

Allgemein stehen drei grundlegende Bauformen für Industrie-PCs zur Wahl: 19″-Rack-PC, Mini- beziehungsweise Box-PC in unterschiedlichen Ausprägungen sowie Panel-PC. Jede Bauform verfügt über individuelle Stärken und Schwächen, die in den verschiedenen Einsatzbereichen unterschiedlich stark zum Tragen kommen. Der 19″-Formfaktor punktet mit hohen Leistungsdaten, üppiger Ausstattung und verbessertem Ausfallschutz durch Redundanz. Die Rack-Aufstellung bedeutet allerdings zwangsläufig mehr Platzbedarf und Aufwand in der Verkabelung zur Anbindung der Maschinen. Der Mini-PC lässt sich mit seinen kompakten Maßen dicht an den Anlagen montieren oder als embedded PC direkt einbauen. Er ist mit seiner geschlossenen Bauform für den Einsatz in raueren Betriebsumgebungen prädestiniert. Insbesondere die lüfterlosen Modelle sind häufig als 24h/7d-Dauerläufer konzipiert, die widrigen Bedingungen trotzen. Auch wenn die Modelle über zahlreiche Konfigurationsoptionen verfügen, sind Rechenleistung und Ausbau-Möglichkeiten dieser IPC-Bauform im Vergleich zum 19″-Formfaktor deutlich eingeschränkt. Kennzeichen vom Panel-PC ist, dass er für Visualisierungsaufgaben neben der Recheneinheit über ein Display verfügt. Seine Recheneinheit, die letztlich zu der Klasse der Mini-PCs zählt, ist mit Blick auf Leistung und Ausbaumöglichkeit eingeschränkter als die eher universell ausgerichteten zwei anderen Formfaktoren.

Auswahlkriterien

Um einen Industrie-PC optimal für den individuellen Gebrauch auszustatten, sind fünf Kategorien (siehe Kasten) ausschlaggebend: Umgebungsbedingungen, Platz und die Einbausituation, Leistung, Erweiterbarkeit und Einbindung sowie Betriebs- und Einsatzkosten. Anhand dieser Kriterien lassen sich für den konkreten Einsatzfall der passende Formfaktor und die geeignete Systemauslegung identifizieren. Dieser Prozess ist imDetail jedoch komplex und kompliziert – ungeachtet der breiten Wahlmöglichkeiten. Denn auf der Suche nach einem optimalen System führen die fünf Kategorienklassen nicht zwangsläufig zu einem eindeutigen Ergebnis. Die Ursache hierfür liegt in den sich wechselseitig beeinflussenden, sich mitunter sogar ausschließenden Anforderungen wie nachfolgendes Beispiel zeigt.

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