- Anzeige -
- Anzeige -
Lesedauer: min
VDMA-Ingenieurerhebung

Dez 4, 2019 | Allgemein, News

VDMA-Ingenieurerhebung

200.000 Ingenieure im Maschinenbau

Der Maschinen- und Anlagenbau ist weiter auf Rekordkurs bei der Ingenieurbeschäftigung. Das zeigt die neue VDMA-Ingenieurerhebung, die alle drei Jahre durchgeführt wird. Danach ist die Zahl der Ingenieure im Maschinenbau weiter gestiegen, auf aktuell 199.800. Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung im Jahr 2016 ist dies ein absoluter Zuwachs von 9.200 Stellen.

Bild: VDMA e.V.

Auch der Ingenieuranteil, gemessen an der Zahl der Beschäftigten, hat erneut zugenommen und beträgt jetzt 17,1 Prozent. Dies ist der höchste absolute und anteilige Wert seit Beginn der Erhebung. Jeder zweite Ingenieur ist im Bereich der Forschung, Entwicklung und Konstruktion beschäftigt. „Wir sind die Nummer eins als wichtigster Ingenieurarbeitgeber und damit die ‚Innovationsmaschine‘ in Deutschland“, kommentiert VDMA-Präsident Carl Martin Welcker die Ergebnisse. Trotz der derzeitigen konjunkturellen Eintrübung ist der Bedarf der Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus an qualifizierten Fachkräften und Ingenieuren weiter auf einem hohen Niveau. „Junge Menschen haben im Maschinenbau exzellente Karriereperspektiven“, betont Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer. Die Ingenieurerhebung zeigt, dass 54 Prozent der befragten Unternehmen bis 2024 von einer weiteren Zunahme an Ingenieuren in ihrem Unternehmen ausgehen. Dieser Bedarf ist nicht nur auf den altersbedingten Ersatz von Stellen (45 Prozent), sondern auch auf Neueinstellungen (40 Prozent) zurückzuführen. „Aber zugleich hat sich auch der Bewerbermangel weiter verschärft, was sich zu einer deutlichen Innovationsbremse auswachsen kann“, warnt Rauen. Im Durchschnitt über alle Tätigkeitsbereiche erwarten 64 Prozent der Unternehmen einen künftigen Mangel an qualifizierten Bewerbern, 2016 waren es erst 51 Prozent. Die VDMA-Erhebung zeigt zudem, dass die Unternehmen schon heute Schwierigkeiten haben, offene Stellen adäquat und zeitnah zu besetzen. Jede dritte Stelle wurde nur zeitverzögert besetzt, und dies teilweise mit Vakanzzeiten von mehr als einem Jahr. Die Zahl der Unternehmen, die geeignete Fachkräfte zum Thema Industrie 4.0 suchen, hat sich seit 2016 auf 30 Prozent verdoppelt. „Mehr denn je brauchen wir Mitarbeiter, die aus virtuellen reale Welten machen“, erläutert Rauen. Dieser Trend wird sich nach Erkenntnissen des VDMA fortsetzen. In Zukunft werden verstärkt Ingenieure mit Zusatzqualifikationen aus angrenzenden Fachgebieten gesucht, wie etwa Maschinenbau- und Elektroingenieure mit IT-Zusatzqualifikationen. 66 Prozent der Unternehmen suchen in Zusammenhang mit Industrie 4.0 vor allem Informatiker. Jedes zweite befragte Unternehmen hatte offene Stellen auch für Facharbeiter und Techniker. Das waren deutlich mehr als bei der vorangegangenen Ingenieurerhebung. „Die Stärke des Maschinenbaus beruht auf dem einzigartigen Miteinander von Ingenieuren und Facharbeitern“, erläutert VDMA-Präsident Welcker. „Wir brauchen Master und Meister – und vor allem junge Menschen, die sich für unsere faszinierende Welt der Technik im Maschinenbau begeistern“. Der VDMA leistet hier seinen Beitrag: Mit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau im Bereich der beruflichen Bildung und der Maschinenhaus-Initiative des VDMA, die sich auf die Weiterentwicklung der Lehre in den Ingenieurwissenschaften und eine Verminderung des Studienabbruchs fokussiert.

News

Topstories

Das könnte Sie auch interessieren

Metav im März 2021

Die Metav musste aufgrund der Corona-Pandemie vom März 2020 auf den März 2021 verschoben werden. Sie findet nunmehr vom 23. bis 26. März in den Hallen 5, 6 und 7a statt. „Nach der erfolgreichen Durchführung des Caravan Salons in Düsseldorf mit einem gut durchdachten und funktionierenden Hygienekonzept sind wir sehr zuversichtlich, auch die Metav 2020 reloaded an den Start bringen zu können“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer beim Veranstalter VDW.

mehr lesen

Ein echtes Novum

Multiturn-Feedback bei Kleinstantrieben: Was bis dato unmöglich war, lässt sich jetzt mit den neuen 22mm-Kit Encodern von Posital stemmen. Clou der magnetischen Mini-Kits ist, dass sie bei der Versorgung der Zählelektronik im stromlosen Zustand auf Energie per Wiegand Sensorik setzen, ohne Batterien oder Getriebe.

mehr lesen

Wertschöpfung + Integration = USP

Die Firma Schubert ist nicht nur bekannt als Taktgeber im Verpackungsmaschinenbau, sondern auch für ihre außergewöhnliche Wertschöpfungstiefe. Die verbauten Steuerungen entwickelt und fertigt das Unternehmen selbst, genauso wie Roboterkinematiken, moderne Bildverarbeitungslösungen oder die dazugehörige Software. Für die nahe Zukunft hat Schubert nicht nur einen Cobot für Highspeed-Verpackungsanwendungen angekündigt, sondern auch eine hauseigene Digital-Twin-Lösung für die intuitive Konfiguration der Maschinen.

mehr lesen

Visualys kooperiert mit Xeo4

Das Softwareunternehmen Visualys, Tochter von Wachendorff, geht eine Partnerschaft mit dem italienischen IIoT-Plattform-Anbieter Xeo4 ein.

Logimat 2021 vorsorglich verschoben

Aufgrund der Unsicherheiten durch Corona verschiebt der Veranstalter Euroexpo die Logimat 2021 vorbeugend vom März in den Frühsommer.

Modulare Werkzeugsysteme

Paul Horn erweitert das Kassettensystem 220 für fast alle Schneidplattentypen im Werkzeugportfolio.

FMB-Süd setzt 2021 aus

Durch die vielen verschobenen Industriemessen und der daraus resultierenden Termindichte im Frühjahr 2021 hat Easyfairs entschieden, mit der nächsten FMB-Süd – die für den Februar 2021 geplant war – auszusetzen.

FMB-Hygienekonzept steht fest

Das Konzept steht: Die Veranstalter der FMB-Zuliefermesse Maschinenbau haben die Grundlage für eine hygienegerechte Durchführung der Messe geschaffen.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -