Vernetzbar und verletzbar

Vernetzbar
und verletzbar

Einer der zentralen Punkte bei Industrie 4.0 sind Daten und deren anlagenweite Nutzung und Auswertung. Zwangsweise muss man sich daher auch mit dem Thema Datensicherheit auseinandersetzen. Allerdings gilt es vorher, noch ein paar Fragen zu klären.
Es vergeht kaum ein Tag ohne die Nachricht, dass die Datenbanken einer großen Internetplattform oder Firma gehackt wurden. Das Internet of Things bringt viele Vorteile, es macht die Anlagen von morgen vernetzbar, aber dadurch auch verletzbar. Neben der Entwicklung entsprechender Security-Konzepte, an denen man schon seit längerem arbeitet, ist es aber wichtig zu definieren, welche Daten überhaupt schützenswert sind. Die Temperaturanzeige eines Sensors hat dabei sicherlich nicht die gleiche Wichtigkeit wie die genaue Festlegung einer Rezeptur. Es müssen also entsprechende Datenklassen entwickelt und für diese dann passende Security-Konzepte zur Verfügung gestellt werden. Verbände wie z.B. der ZVEI fangen bereits an, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Bis es hier allerdings erste Ergebnisse zu verzeichnen gibt, wird es wahrscheinlich noch ein wenig dauern. Denn einige Frage müssen noch geklärt werden: Wem gehören welche Daten? Wer darf welche Datensätze sehen (und analysieren)? Wenn z.B. ein Sensorhersteller die Auswertung und das Condition Monitoring seiner Sensoren beim Kunden übernimmt: Wer hat wann welche Rechte (und Pflichten) an den Informationen? Fragen über Fragen, die es noch zu lösen gilt, bevor Industrie 4.0 die nächste Stufe zur erfolgreichen Implementation erreichen kann.

Viele Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Dr.-Ing. Peter Ebert

Ressortleiter Bildverarbeitung,

Messtechnik & Sensorik

pebert@sps-magazin.de

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