Zusammenarbeit zwischen Plattform I40 und IIC

Zusammenarbeit zwischen Plattform I40 und IIC

Die angekündigte Zusammenarbeit zwischen der Plattform Industrie 4.0 und dem Industrial Internet Consortium lässt einige Akteure aufatmen, könnte sie doch teure und frustrierende Doppelentwicklungen vermeiden. Allerdings müssen beide Gruppen nun Ergebnisse vorlegen, die zeigen, dass sie es auch ernst meinen.
Neben der deutschen Plattform Industrie 4.0 treibt auch das amerikanische Industrial Internet Consortium – kurz IIC – die Digitalisierung der Wertschöpfungskette voran. Die Befürchtungen sind groß, dass die Konkurrenz der deutschen und der amerikanischen Unternehmen für die Akteure teuer und für die Anwender frustrierend werden könnte. Besonders sinnlos erscheint dies vor allem den Unternehmen, die in beiden Gremien aktiv sind. Da überrascht es nicht, dass auf Initiative von Bosch und SAP ein Treffen stattgefunden hat, bei dem eine Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen vereinbart wurde. Dies lässt sicherlich viele der Beteiligten aufatmen.

In einer Pressemeldung heißt es: „Vertreter der Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortium haben sich bei einem Treffen in Zürich auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Dabei wurde das Zusammenspiel der beiden Architekturmodelle Rami (Referenz-architekturmodel für Industrie 4.0) und IIRA (Industrial Internet Referenzarchitektur) erörtert, um eine künftige Interoperabilität der Systeme sicherzustellen. Zudem werden die beiden Initiativen bei der Standardisierung kooperieren und gemeinsame Testumgebungen nutzen. Dafür haben die Vertreter eine gemeinsame Roadmap entworfen.“

Das Timing könnte besser nicht sein: Der US-amerikanische Markt ist der wichtigste für die deutsche Elektroindustrie. Das zeigt sich gerade wieder in den Jahreszahlen des ZVEI. Zudem sind die USA das Partnerland auf der diesjährigen Hannover Messe und werden dementsprechend einige wichtige Impulse setzen. Der Besuch von US-Präsident Obama und der gemeinsame Rundgang mit Bundeskanzlerin Merkel sind ein Signal für die Bedeutung der bilateralen Beziehungen beider Länder (vgl. hierzu auch unseren Beitrag ab S.34ff.). Auch die gegenwärtig laufenden TTIP-Verhandlungen sind ein guter Grund für deutsche und europäische Unternehmen, sich mit dem riesigen amerikanischen Markt intensiver zu befassen. Die Hannover Messe bietet dafür einen guten Ausgangspunkt.

Ich wünsche Ihnen wie immer viel Spaß beim Lesen der vorliegenden Ausgabe,

Ihr Kai Binder

kbinder@sps-magazin.de

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