- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
Industrie 4.0 Förderprojekt erfolgreich abgeschlossen
Intelligente Überwachung von Produktionsmaschinen
Die Forschungspartner Technische Hochschule Deggendorf und die Technische Universität München sowie den beiden Unternehmen Schindler & Schill (EasyLogix) und Systema haben das BMWi-ZIM-Projekt MobiCM erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt entstand im Netzwerk I2P Innovative IT für die Produktion des IT-Logistikclusters an der TechBase Regensburg und hatte die Entwicklung eines intelligenten Netzanalysesensors auf Basis unterschiedlicher Signalerfassungs- und Analyseverfahren als Ziel – ein System zur Zustandsüberwachung von Produktionsmaschinen.
Projektpartner des Förderprojekts MobiCM (Mobiles Condition Monitoring System), Projekttreffen am 26.02.2019 in der TechBase Regensburg
Projektpartner des Förderprojekts MobiCM (Mobiles Condition Monitoring System), Projekttreffen am 26.02.2019 in der TechBase RegensburgBild: Bayerisches IT-Logistikcluster

Im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurde am Technologie Campus Freyung der Technischen Hochschule Deggendorf ein Prototyp eines Netzanalysesensors entwickelt, aufgebaut und in Betrieb genommen. Neben der passiven Netzanalyse besitzt dieser Sensor auch Hard- und Softwarekomponenten zur Durchführung einer aktiven Analyse des Stromnetzes. Verschiedene Geräte unterschiedlichen Anwendungstyps wurden in die Versuchsumgebung integriert. Hiermit können Anlagendaten erfasst werden. Sowohl bei passiver als auch aktiver Signalerfassung wurden anschließend Methoden des maschinellen Lernens entwickelt um sowohl eine Zustandsdiskretisierung als auch eine Zustandskategorisierung zu erreichen.

Die Messdaten des mobilen Netzanalysesensors können mit Hilfe einer durch die Schindler & Schill entwickelten Cloud Service Plattform effizient verarbeitet werden. Geräte, Abläufe und Daten werden in dieser Plattform vereint, um mit geringem Aufwand Anlagen mit Condition Monitoring nachzurüsten.

Retrofit durch Methoden künstlicher Intelligenz

Das Herzstück des neuartigen Condition-Monitoring-Systems sind laut der Technischen Universität München die KI-Algorithmen um Events zur Zustandsänderung in den erfassten elektrischen Signalen von Maschinen und Anlagen zu erfassen. Hierzu wurde ein Ansatz entwickelt, der vollständig unüberwacht in der Lage ist die signifikanten Änderungen im elektrischen Signal zu registrieren. Der Algorithmus kann in verschiedenen Umgebungen eingesetzt werden und erfordert keine menschliche Intervention.

Die im Rahmen des Forschungsvorhabens entwickelten KI-Methoden spielen eine entscheidende Rolle, das Systema-Retrofitportfolio erfolgreich und nachhaltig von internationalen Mitbewerbern abgrenzen zu können. Die gemeinsam entwickelte Condition-Monitoring-Lösung wurde zunächst exemplarisch als Proof of Concept im Rahmen der Projektakquise bei verschiedenen Kunden im Bereich der Halbleiterfertigung ausgerollt. Nach einiger Zeit ist das Industrial Internet of Things Retrofit auch im deutschen Fertigungsgewerbe angekommen. Grund hierfür sind insbesondere messbare Produktivitätsgewinne durch eine verbesserte Digitalisierung der Fertigungsprozesse.

Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen

Die Entwicklung eines kostengünstigen Systems zur Anlagenzustandsüberwachung soll vor allem die Wettbewerbsfähigkeit global agierender kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) im Bereich der industriellen Fertigung sichern. Hervorzuheben ist laut Maria Hirschberger vom IT-Logistikcluster, dass die MobiCM Zustandsüberwachung an den Maschinen nichtinvasiv, das heißt ohne Veränderungen an der bestehenden Produktionslinie ausgerollt und auch nachträglich an älteren Maschinen ohne digitale Schnittstellen verwendet werden kann. Die kontinuierliche Zustandsüberwachung und Datenauswertung steigert die Effizienz bei der Maschinenwartung und verhindert Produktionsausfälle sowie Stillstandzeiten.

Bayerisches IT-Logistikcluster
http://www.it-logistic-bayern.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: ARNO Werkzeuge, Karl-Heinz Arnold GmbH
Bild: ARNO Werkzeuge, Karl-Heinz Arnold GmbH
Maschinen werden multitaskingfähig

Maschinen werden multitaskingfähig

Moderne Maschinen müssen modular sein und sich für die Fertigung bauteilbezogen anpassen lassen – das ist laut Werner Meditz, Technischer Leiter bei Arno Werkzeuge, einer der großen Trends im Maschinenbau. Wichtige Voraussetzungen dafür: Die Standardisierung von Kommunikationsnetzwerken und die intuitive Maschinenbedienung, wie man es von Smartphones und Tablets gewohnt ist, meint Meditz.

Bild: Trumpf GmbH + Co. KG
Bild: Trumpf GmbH + Co. KG
Digital vernetzte Lösungen entstehen gemeinsam

Digital vernetzte Lösungen entstehen gemeinsam

Digitale Vernetzung und Partnerschaften: Das sind die Megatrends laut Heinz-Jürgen Prokop, CEO Werkzeugmaschinen bei Trumpf. In seinem Statement erläutert er, wie sich mit vernetzten Lösungen Prozesse verschlanken und Kosten sparen lassen. Hierbei sei es auch wichtig, gemeinsam über Unternehmensgrenzen hinweg Lösungen im Sinne des Kunden zu schaffen oder Equipment-as-a-Service-Modelle anzubieten.

Bild: ARBURG GmbH + Co KG
Bild: ARBURG GmbH + Co KG
Maschinen werden noch smarter

Maschinen werden noch smarter

Arbeitserleichterung, Kostensenkung und Produktionseffizienz: Das erwarten die Kunststoffverarbeiter von der Digitalisierung. Wie das erreicht werden soll? Guido Frohnhaus, Geschäftsführer Technik, spricht in seinem Experten-Statement von der smarten Maschine, die umfassende Vernetzungsmöglichkeiten bietet, ihre Prozesse überwacht, adaptiv regelt und die Bediener in jeder Situation aktiv unterstützt – das ist einer der Megatrends 2021. In diesem Zusammenhang nennt er auch die Nutzung von 5G, um z.B. die komplette Maschinensteuerung in ein Rechenzentrum oder in die Cloud zu verlagern.

Bild: Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH
Bild: Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH
Ein smarter Technologiemix flexibilisiert die Produktion

Ein smarter Technologiemix flexibilisiert die Produktion

Zuverlässige Werkzeugmaschinen für die Komplettbearbeitung – das ist einer der Megatrends für den Maschinenbau, sagt Manfred Maier, COO bei Heller. Der Werkzeugmaschinenhersteller spricht hierbei von der maximalen Verfügbarkeit der Maschine rund um die Uhr. Mit dem Einsatz von verschiedenen Technologien lassen sich so Verfügbarkeit und Flexibilität erhöhen. Dabei betrachtet Heller das komplette Umfeld einer Fertigungssituation.

Bild: SSI Schäfer
Bild: SSI Schäfer
KI lässt agilere Lieferketten entstehen

KI lässt agilere Lieferketten entstehen

100% Lieferfähigkeit, kürzeste Durchlaufzeiten und eine hohe Transparenz in der gesamten Lieferkette sind die großen Herausforderungen in der Intralogistik. Mit dem Megatrend Künstliche Intelligenz ist das machbar, so Andreas Koch, Head of Standard Solutions bei SSI Schäfer, in seinem Experten-Statement. Die intelligente Analyse von Datenmengen ermögliche es, bisher unbekannte Zusammenhänge zu erkennen und sorge so für agilere und weniger störanfällige Lieferketten.

Bild: Fraunhofer-Institut IWU
Bild: Fraunhofer-Institut IWU
Fernwartung mit Fingerabdruck: Datensicherheit für Maschinen und Produktionsanlagen

Fernwartung mit Fingerabdruck: Datensicherheit für Maschinen und Produktionsanlagen

Die Digitalisierung von Maschinen und Produktionsanlagen ermöglicht Fernwartungen – ein großer Vorteil sowohl für Maschinen- und Anlagenbauer als auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die Maschinen und Anlagen betreiben. Gibt es Störungen in der Produktion, musste das Wartungspersonal bisher in die Fabriken der KMU fahren, um vor Ort Testmessungen vorzunehmen.

Bild: Vollmer Werke GmbH
Bild: Vollmer Werke GmbH
Schleifmaschine aus Biberach für dänische Werkzeuge

Schleifmaschine aus Biberach für dänische Werkzeuge

Er geht nicht leicht über die Lippen, der Name des dänischen Werkzeugherstellers TN Værktøjsslibning – deshalb kürzt sich das Unternehmen auch mit TN Slib ab. Dabei erklärt das
Wort Værktøjsslibning (Werkzeugschleifen) exakt den Fokus des Unternehmens: Es fertigt beschichtete Fräser und Bohrer aus Vollhartmetall plus Nachschärfservices und Beratung. Dabei vertrauen die Skandinavier auf die aktuelle Werkzeugschleifmaschine VGrind 340S
des Biberacher Schärfspezialisten Vollmer.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -