Sensorik unterstützt Knäckebrot-Produktion in Schweden
Automatisierte Tradition
Bei der Suche nach einem typisch schwedischen Produkt stößt man sofort auf Knäckebrot. In dem kleinen Ort Leksand in Mittelschweden befindet sich Schwedens größter Hersteller des traditionellen runden Knäckebrots. Mit dabei: die Sensoren von IFM.
 Leksands ist Schwedens größter Produzent von Knäckebrot. Trotz moderner Produktion sind die traditionellen Rezepturen rund 100 Jahre alt. Typisch für Lecksands Knäckebröd ist die runde Form mit Loch in der Mitte.
Leksands ist Schwedens größter Produzent von Knäckebrot. Trotz moderner Produktion sind die traditionellen Rezepturen rund 100 Jahre alt. Typisch für Lecksands Knäckebröd ist die runde Form mit Loch in der Mitte.Bild: IFM Electronic GmbH

Das Unternehmen Leksands Knäckebröd wurde 1920 gegründet. Während die Rezepturen nach rund 100 Jahren noch unverändert sind, so ist der Produktionsprozess heute ein völlig anderer. Die Produktion erfolgt automatisiert nach neuestem Stand der Technik. Damit die Anlagen jederzeit reibungslos laufen, überwachen unterschiedlichste Sensoren den Produktionsprozess – von der Zuführung der Zutaten bis hin zum Warenausgang. Peter Joon, Geschäftsführer bei Leksands Knäckebröd: „Um die hohe Produktivität von 99,6% aufrechtzuerhalten, benötigen wir Sensoren, denen wir vertrauen können. Aus diesem Grund verwenden wir heute viele Sensoren von IFM.“ Lars Ohlner, Automatisierungstechniker bei Leksands Knäckebröd ergänzt: „Wir verwenden Produkte von IFM, weil sie einfach zu konfigurieren und kostengünstig sind. Damit erreichen wir eine hochgradige und wirkungsvolle Automatisierung und damit einen zuverlässigen Fertigungsprozess.“

Bild: ifm electronic gmbh

Kapazitive Sensoren

Die Hauptzutaten von Knäckebrot sind Roggenschrot und feingemahlenes Mehl aus Roggen und Weizen. Diese werden über verschiedene Rohre den Mischwerken zugeführt. Dabei überwachen kapazitive Sensoren die Zufuhr an den Leitungen oder den Füllstand in den Zwischenspeichern. Sobald ein Rohr nicht mehr vollständig mit Mehl befüllt ist, erkennt dies der Sensor und gibt ein Schaltsignal an die Steuerung. An Speichertanks oder Silos werden häufig mehrere kapazitive Sensoren eingesetzt, so zum Beispiel im oberen und unteren Randbereich, um einen möglichen Überlauf oder einen kritischen Leerstand rechtzeitig zu melden. Per Potenziometer werden die Sensoren nach dem Einbau abgeglichen. Abhängig von der Wandstärke des Rohres und Art des zu erkennenden Mediums wird der Schaltpunkt justiert. Die Sensoren KI6000 sind dabei besonders genau einzustellen: Mit Hilfe einer 12-stelligen LED-Signalanzeige kann der Anwender den Schaltpunkt optimal auf die Gegebenheiten hin anpassen. Grüne LEDs um den Schaltpunkt zeigen dabei die Sicherheit des Schaltpunktes. Anhaftungen, Veränderungen des Materials werden direkt am Sensor angezeigt und der Anwender kann den Schaltpunkt sofort perfekt nachjustieren. Somit ist ein sich anbahnender Fehler frühzeitig erkenn- und behebbar. Bei geänderten Prozessbedingungen erlaubt die transparente Schaltpunktvisualisierung sogar einen einfachen Support via Telefon, denn die Nachjustierung ist anschaulich und leicht erklärbar. Dank berührungsloser Potentiometer erfüllen die Geräte die Schutzart IP 69K und sind für Medientemperaturen bis 110 °C bestens geeignet.

 Die Lichttaster der Baureihe O6 überwachen den
 Materialfluss in der Knäckebrotproduktion.
Die Lichttaster der Baureihe O6 überwachen den Materialfluss in der Knäckebrotproduktion.Bild: IFM Electronic GmbH

Optischer Sensor

An den Transportbändern der Produktionsanlage sind zudem zahlreiche optische Lichttaster installiert. Sie überwachen den Materialfluss. Das sind zum Beispiel einzelne Knäckebrotscheiben, aber auch fertige verpackte Produkte im Warenausgang. Größtenteils setzt man bei Lecksands Knäckebröd auf die Lichttaster der Bauform O6. Diese zeichnen sie sich durch eine störsichere Hintergrundausblendung aus, während die Tastweite von bis zu 200mm unabhängig von der Farbe des Objektes ist. Das ist wichtig, da die Knäckebrotscheiben je nach Art und Rezeptur eine andere Oberflächenfarbe haben. Selbst bei Dampf, Staub und stark spiegelnder Umgebung garantiert die automatische Empfindlichkeitsnachführung eine zuverlässige Funktion. Der runde Lichtfleck bietet eine homogene Lichtverteilung im Lichtkegel. Streulicht um den Arbeitsbereich herum wird vermieden. Der kompakte O6 WetLine ist für den Einsatz im Nassbereich konzipiert. So sind die beiden Einstell-Potenziometer mit einer doppelten Dichtung ausgestattet. Frontscheibe sowie Potenziometer sind plan eingelassen. Das erlaubt eine möglichst rückstandfreie Reinigung. IFM bietet die kompakten Geräte auch als Einweg- und Reflexsystem an. Das besonders widerstandsfähige Edelstahlgehäuse bietet Schutzart IP68/IP69K. Über IO-Link können aus der Ferne, beispielsweise von der Steuerung aus, z.B. Tastweite, Empfindlichkeit, Hell-/Dunkelschaltung, Schaltverzögerung oder die Deaktivierung der Bedienelemente eingestellt werden.

 Abstandsmessung zur Positionserfassung über eine größere 
Distanz erfolgt per Lichtlaufzeitmessung mit dem Sensor O1D.
Abstandsmessung zur Positionserfassung über eine größere Distanz erfolgt per Lichtlaufzeitmessung mit dem Sensor O1D.Bild: IFM Electronic GmbH

Distanzsensor

Der Distanzsensor O1D bietet dank Laserstrahl und Lichtlaufzeitmessung eine punktgenaue Abstandsmessung mit einer Reichweite von bis zu 10m. Er ist ideal für Applikationen mit Hintergrundausblendung nutzbar. Durch das On-Chip-Lichtlaufzeitverfahren mit PMD-Technologie erkennt der Sensor das Objekt unabhängig von der Farbe oder dessen Oberflächenbeschaffenheit, z. B. matt oder glänzend. Dank der hohen Fremdlichtrobustheit von 100.000 Lux beeinflusst selbst direktes Sonnenlicht auf Sensor oder Objekt den O1D nicht im Geringsten.

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http://www.ifm.com

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