360°-Sicht auf die Unternehmensdaten

Predictive Maintenance mit Insight Engines

Künstliche Intelligenz (KI) und selbstlernende Technologien bieten großes Potenzial und könnten die industrielle Arbeitswelt nachhaltig verändern. Die Frage lautet längst nicht mehr, ob Unternehmen künstliche Intelligenz integrieren, sondern vielmehr wie, wo und wann.

Bild: Mindbreeze GmbH

Mehrere Millionen Stunden im Jahr stehen Fließbänder, Baumaschinen und weitere Anlagen weltweit still. Der Grund dafür sind meist defekte Komponenten oder Bauteile. Diese sind nicht nur ärgerlich, sondern vor allem sehr kostspielig. Neben den Aufwendungen für die Reparatur der defekten Maschine, kommen noch erhebliche Kosten aufgrund des Geschäftsausfalls hinzu. Durch die Digitalisierung der Wirtschaft und den Entwicklungen im Rahmen von künstlicher Intelligenz, wie beispielsweise smarte, vernetzte und mit Sensoren ausgestattete Maschinen, gibt es neue Möglichkeiten, ungeplante Stillstände und Ausfälle auf ein Minimum zu senken oder gar vollständig zu vermeiden. Dies kann beispielsweise mittels Predictive Maintenance geschehen. Die vorausschauende Wartung soll dafür sorgen, dass ungeplante Stillstände, Produktionsausfälle sowie unnötige Routinewartungen bei Anlagen und Maschinen vermieden werden. Wartungsintervalle werden nicht von vornherein festgelegt, sondern auf Basis von Echtzeitdaten optimiert, die verbaute Sensoren messen und ermitteln. Maschinen sind damit in der Lage länger eine gleichbleibend hohe Qualität zu liefern – die Produktivität steigt und die Servicekosten sinken.

Vorteil im Wettbewerb

Für den Erfolg von Predictive Maintenance sind die passenden Algorithmen ausschlaggebend. Temperatur, Druck sowie Geräuschpegel oder Vibrationen werden messtechnisch erfasst, entsprechend aufbereitet und zur kontinuierlichen Überwachung der Maschinen und Anlagen genutzt. Bekannte Merkmale von Fehlerzuständen oder gar Abweichungen können schnell erkannt und die Mängel können frühzeitig behoben werden, noch bevor es zu einem Stillstand oder einem Ausfall kommt. In Kombination mit anderen Unternehmensdaten können diese Informationen zu neuen Erkenntnissen führen und damit zu einem Vorteil im hart umkämpften Wettbewerb werden. Dabei ist die richtige Analyse der Datenmengen entscheidend. Zur Unterstützung setzen Unternehmen vermehrt auf sogenannte Insight Engines. Diese kümmern sich um die Bereitstellung von Informationen mit dem Ziel, einen Mehrwert aus ihnen zu generieren.

Alles in einem Index

Dafür führt die Insight Engine das gesamte Unternehmenswissen in einem Index zusammen. In dieser Wissensdatenbank finden sich alle im Betrieb vorhandene Informationen, die sich aus den Daten aus den unterschiedlichsten Quellen ergeben. Datenbanken, Archive, Fachanwendungen, Intranet, CRM-Systeme, aber auch Informationen aus dem Internet sowie sämtliche anderen verfügbaren Datenquellen werden an die Insight Engine angebunden und auf diese Weise einfach und umfassend durchsuchbar gemacht. Mittels sogenannter Konnektoren erfolgt die Integration einer Insight Engines in bestehende IT-Infrastrukturen rasch und mühelos, ganz ohne kosten- sowie zeitintensive Projekte.

Bild: Mindbreeze GmbH

360°-Sicht

Das System kann die in den unterschiedlichen Quellen vorhandenen Daten anschließend aufrufen, analysieren und miteinander in Verbindung bringen. Jene für den Nutzer relevanten Informationen werden dabei aus der Datenmenge extrahiert und als Ergebnisse dargestellt. Es entsteht ein wertvoller Überblick, eine 360-Grad-Sicht auf das gesamte Unternehmenswissen oder auch auf ein bestimmtes Thema wie beispielsweise eine einzelne Komponente einer Maschine. Der besondere Clou: Die Insight Engine verknüpft die Informationen zur Suchabfrage aus den unterschiedlichen Quellen intelligent miteinander. Zusammenhänge zwischen ihnen werden sichtbar. Mit nur einer Abfrage können Anwender also im Rahmen ihrer jeweiligen Berechtigungen Zugriff sowohl auf Wartungsprotokolle, Pläne, technische Dokumentationen, Gutachten, Expertenmeinungen als auch auf Informationen zur Qualität eines bestimmten Bauteils erhalten. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, Verbesserungspotenziale zu erkennen und bei Bedarf einzelne Produktionsabläufe oder gar Geschäftsprozesse anzupassen. Meldet eine Anlage beispielsweise eine Störung aufgrund eines drohenden Defekts eines Bauteils, ist es mithilfe der 360°-Sicht rasch möglich, sämtliche Informationen über das zu tauschende Bauteil herauszufinden. Hersteller, verfügbare Lieferanten, Ersatzteillisten und auch Anleitungen stehen auf Knopfdruck zur Verfügung, sodass das Bauteil ohne Zeitverlust getauscht werden kann, noch bevor ein Schaden entsteht.

Die KI macht den Unterschied

Insight Engines basieren zwar auf klassischen Suchtechnologien, unterscheiden sich jedoch aufgrund ihrer Fähigkeiten und der Anwendung von Technologien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz massiv von ihnen. Gibt ein Nutzer eine Suchabfrage ab, können mithilfe von KI genau jene Informationen aus dem Datenpool extrahiert werden, die für den Anwender relevant sind und für die er gleichzeitig auch die Rechte besitzt.

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