Antriebstechnik reduziert Energiekosten

Effizient zur Teewurst

Effizienz ist heute eine zentrale Anforderung an die Hersteller in der Lebensmittelindustrie – in jedem Prozess und bei allen Ressourcen. Hochproduktiv zu sein bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch ist oberstes Gebot. Antriebspakete aus IE4-Synchronreluktanzmotor und Frequenzumrichter bieten sich deshalb durchaus für den Einsatz in der Branche an.

Die beliebte Rügenwalder Teewurst wird lange in Rauchkammern geräuchert. (Bild: Rügenwalder Mühle)

Preisdruck von Seiten des Handels, hohe Kundenanforderungen an Qualität, Vielfalt und eine nachhaltige Fertigung: die Lebensmittelindustrie steht unter hohem Druck. Ob Großbetrieb oder Nischenproduzent – immer mehr Hersteller betrachten daher Energie als Beitrag zu ihrem Reingewinn und als wichtigen Teil ihrer Nachhaltigkeitsleistung. Der Kostenfaktor Energie wird durch Energieeffizienzmaßnahmen kontrollierbar. Auch wenn Energie nicht immer der größte Posten in der Kostenrechnung ist, ist er doch sehr wichtig für eine Industrie, in der jeder Cent zählt. Von der Verarbeitung der Rohwaren bis zur Verpackung, Abfüllung und Palettierung gibt es viele Möglichkeiten, die Energieeffizienz in Prozessen und Tätigkeiten zu verbessern. Auch in den Anlagen selbst sind Energieeinsparungen möglich, wenn alte Komponenten durch neue ersetzt werden – etwa beim Trocknen, Garen und Kühlen von Lebensmitteln. Hier können moderne Antriebe helfen, die Energiebilanz zu verbessern.

Synchronreluktanzmotor-Paket

ABB-Antriebspakete aus Synchronreluktanzmotor und Frequenzumrichter bieten Anwendern eine solche Lösung. Die Pakete bestehen aus einem IE4-Synchronreluktanzmotor und einem IE2-Frequenzumrichter. Sie weisen beide nach den aktuell geltenden Normen den höchsten Wirkungsgrad auf und erfüllen die Standard IE4-Super-Premiumeffizienz. Zudem sind sie auch für den Austausch von Motoren geeignet, denn der Motor hat in den meisten Fällen die gleiche Baugröße wie ein IE2-Asynchronmotor mit gleicher Leistung. Die Nachrüstung auf die Effizienzklasse IE4 ist dadurch leicht möglich, ohne dass mechanische Änderungen erforderlich sind.

ABB-Antriebspakete mit Synchronreluktanzmotor bieten SuperPremium-Effizienz. (Bild: ABB )

Präzise Prozessführung

Die Kombination aus Synchronreluktanzmotor und Frequenzumrichter ermöglicht eine präzise Drehzahl und ein genaues Drehmoment über den gesamten Drehzahlbereich. Damit ergibt sich eine sehr hohe Prozesseffizienz. Zudem kann das Antriebspaket das volle Drehmoment bei Drehzahl null liefern. Damit kommt es für alle drehzahlgeregelten Applikationen einschließlich anspruchsvollen Konstantmoment-Anwendungen in Frage. Herzstück des Synchronreluktanzmotor ist sein Rotor, bei dem auf Wicklungen oder Magnete verzichtet wird. Der Rotor besteht lediglich aus Blechpaketen aus Elektrostahl, die das Rotorpaket bilden. In Gegensatz zu einem Asynchronmotor fließt im Rotor eines Synchronreluktanzmotors kein Induktionsstrom. Somit entstehen auch keine Energieverluste. Der Rotor ist mit einem konventionellen Stator kombiniert. Er enthält weder einen Kurzschlusskäfig wie ein Asynchronmotor noch Permanentmagnete oder eine Felderregerwicklung. Wo beim Asynchronmotor 40 Prozent der Energieverluste entstehen, entfallen diese Rotorverluste aufgrund der Reluktanztechnik fast komplett. Durch die fehlenden Rotorverluste erwärmen sich die Lager außerdem weniger stark als beim Asynchronmotor – ein weiterer wichtiger Vorteil. Denn das schont die Wicklungen sowie Lager und führt zu einem geringeren Wartungsaufwand.

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