Motoren für automatisierte Förderstrecken

Smarte Rollen

Durch intelligente Fördertechnik, die bedarfsgerecht und präzise zuführt, lässt sich beispielsweise ein Vision-System zur Erkennung des Förderguts auf dem laufenden Band einsparen. Voraussetzung hierfür ist die Messbarkeit der initialen Produktzuführung auf das Förderband an einer definierten Stelle sowie die exakte Programmierbarkeit des Förderbandvortriebs bis zu einer bestimmten Stelle. Der Förderbandmotor wird hierbei zum Stellglied für die präzise Bewegung des Förderbands mit exakter Positionierung ohne zusätzliche Regel- und Steuerkreise.

 (Bild: RULMECA GERMANY GmbH)

(Bild: RULMECA GERMANY GmbH)

Rulmeca stellt mit der Driveroller-Serie BL-2 einen Motor vor, der für automatisierten Förderstrecken besonders geeignet ist. Er integriert erstmals eine Ansteuerungselektronik und basiert auf bereits bestehenden aber technisch verbesserten Komponenten. Die Produktserie mit integriertem Motor arbeitet zudem geräuscharm, bietet einen hohen Wirkungsgrad und ist sehr langlebig. Anwendungsbereiche sind aktiv angetriebene Rollenbahnen sowie bei balliger Ausführung des Motorrohrs auch Förderbänder mit Gurten. Die maximalen Stückgutlasten liegen im mittelleichten Bereich von rund 20kg bei Gurtförderern und im mittelschweren Bereich von rund 50kg bei Rollenbahnen.

Integrierte Ansteuerungselektronik

Innerhalb der Rolle befindet sich ein bürstenloser Gleichstrommotor mit 24V, der direkt mit dem im Driveroller integrierten Planetengetriebe über robuste Stahlzahnräder verbunden ist. Auch die Ansteuerungselektronik ist in der Rolle integriert, was eine einfache Handhabung bei Konstruktion und Betrieb gewährleistet. Eine externe Steuerkarte ist nicht erforderlich. Über das flexibel auslegbare Kabel wird der Motor entweder mit einfachen Startbefehlen direkt angesteuert oder über smarte Schnittstellen an ein übergeordnetes System angebunden. Das macht die Driveroller-Serie zur geeigneten Lösung für die Konstruktion kompakter Systeme und Förderanlagen mit modernem Design und integrierter Antriebslogik. Zur Kommunikation der Wegstrecken, Wegrichtung und Geschwindigkeiten bzw. Drehwinkel stellen die Rollen ein TTL-Signal bereit, das je nach Motorauslegung Inkrementalwerte übermittelt, die eine Steuerungsgenauigkeit von wenigen Millimetern ermöglicht.

Variabel konfigurierbare Mechanik

Neben der integrierten Elektronik ist auch die Mechanik der Serie überzeugend: Sie ist nämlich sehr variabel konfigurierbar – mit verschiedenen Rohrausführungen, Rohrmaterialien und Transmissionssystemen zu den Slave-Rollen – sodass Konstrukteure in der Serie einen flexiblen Baukasten zur Auslegung und Steuerung besonders robuster und langlebiger Fördertechnik mit angetriebenen Rollen finden. Aufgrund seiner hohen Leistung und Leistungsdichte bei geringem Durchmesser und der flexiblen Konfigurierbarkeit deckt der Driveroller BL-2 ein breites Anwendungs- und Aufgabenspektrum ab – vom Betrieb mit häufigen Starts/Stopps über konstante Geschwindigkeit mit variablen Belastungen bis hin zur genauen Produktplatzierung. Aufgrund des geringen Stromverbrauchs bildet er eine geeignete Lösung für die Herstellung energiesparender Systeme mit hohen Wirkungsgraden. Soll die Regelungslogik ebenfalls dezentral parametriert werden, können Anlagenbauer den Motion Controller RMC-1310 (55x120x30mm) nutzen. An ihn lassen sich beispielsweise Trigger-Signale von Fotozellen anschließen und über diverse DIP-Schalter Standardparametrierungen vornehmen wie Drehrichtung, Beschleunigung und Geschwindigkeit. Der Controller bietet zudem einen Überspannungsschutz und Energiesparmodi. Vier Zustands-LEDs runden das Featureset des Controllers ab.

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