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Kooperation für standardisierte Automatisierung

Nov 27, 2019 | Konstruktion und Planung

Kooperation für standardisierte Automatisierung

Hainzl und Kappa haben in einem unternehmensübergreifenden Projekt die Automatisierung im Anlagenbau standardisiert. Automatisierungstechniker können nun bereits beim Start eines Projekts sämtliche Routinearbeiten per Knopfdruck automatisch vorkonfigurieren.

Die Automatisierungstechniker bei Hainzl und Kappa können nun bereits beim Start eines neuen Projekts sämtliche Routinearbeiten per Knopfdruck automatisch vorkonfigurieren. Bild: Hainzl Industriesysteme GmbH

Die Ingenieurwissenschaften durchlaufen einen tiefgreifenden Wandel. Mechanik und Konstruktion verlieren im klassischen Maschinen- und Anlagenbau an Bedeutung, die Automatisierungstechnik gewinnt Terrain. Innovationen werden nicht mehr von verfeinerter Konstruktion getragen, sondern von der Produkt- und Anlagenintelligenz. Eine wesentliche Rolle spielt die Automatisierungstechnik. Reibungslose Funktion und Abläufe, Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen fußen zunehmend in einer intelligenten Betriebsweise und der Vernetzung der Einzelsysteme und gesamter Anlagen.

Kreativität fördern

Zum Aufgabenbereich von Automatisierungstechnikern zählen sowohl wiederkehrende Arbeiten als auch Kreativleistungen. Die Automatisierungstechniker von Kappa und Hainzl Industriesysteme haben in den letzten zehn Jahren aus den umgesetzten Lösungen den Kappa Standard definiert. Das Ergebnis ist heute eine Bibliothek mit hunderten Standardbausteinen für Aufgaben der Abluft-, Raumluft- und Energietechnik. Damit kann Kappa den Großteil von Automatisierungsaufgaben abbilden. Die konsequente Standardisierung bildet auch die Basis für den nächsten, logischen Schritt: Es gilt, den verhältnismäßig hohen Anteil von Routinearbeiten bei der Automatisierung zu reduzieren. Gemeinsam haben die Unternehmen daher das Projekt ACG (automatische Code-Generierung) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Routinetätigkeiten in der Programmierung zu automatisieren. Dadurch ist es möglich, bereits beim Projektstart Routinearbeiten auf Knopfdruck automatisch vorzukonfigurieren. Die Grundlage dafür ist eine intelligente Softwarestruktur. Sie ist fähig, ihre Parameter sowie die Softwarearchitektur an die jeweiligen Prozesse und Umgebungen anzupassen. Dadurch soll der Techniker entlastet werden und mehr Raum für Kreativleistungen gegeben werden.

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