- Anzeige -
- Anzeige -
Lesedauer: 4min
Produktion 2019 nahezu stabil gelaufen
Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie steht 2020 vor Herausforderungen

Feb 14, 2020 | Markt, Trends, Technik

VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V., Frankfurt/Main, 11.und 12. April 2018 © Uwe Nölke, look@team-uwe-noelke.de, +49 6173 321413, alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Berichterstattung honorarfrei. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe: Bild: Uwe Nölke / team-uwe-noelke.de
VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V., Frankfurt/Main, 11.und 12. April 2018 © Uwe Nölke, look@team-uwe-noelke.de, +49 6173 321413, alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Berichterstattung honorarfrei. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe: Bild: Uwe Nölke / team-uwe-noelke.deBild: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.

Der VDW erwartet für 2020 einen Produktionsrückgang von 18%. „Das hat die Branche, die in den vergangenen Jahren geboomt hat, lange nicht gesehen“, sagt Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW, anlässlich der Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main. Der Nachfragerückgang, der bereits im zweiten Halbjahr 2018 einsetzte, habe 2019 richtig Fahrt aufgenommen, erläutert er weiter. Das zweistellige Minus von mehr als einem Fünftel habe den Auftragsbestand abgeschmolzen und bestimme nun die Entwicklung 2020. Das vergangene Jahr hingegen ist viel besser gelaufen als erwartet. „Mit einem Rückgang von nur 1% lag das Produktionsergebnis mit fast 17Mrd.€ nahezu auf dem Rekordniveau von 2018“, berichtet Prokop. Tragende Säule war der Inlandsabsatz, der um 16% gestiegen ist. Dem gegenüber ist der Export um 9% gesunken. Das ist vor allem auf den Rückgang der Lieferungen nach Asien um 11% und nach Amerika um 16% zurückzuführen. Hier dominieren jeweils die beiden größten Märkte China, -13%, und die USA, -15%, das regionale Ergebnis. Europa, die größte Absatzregion, die mehr als die Hälfte der deutschen Exporte aufnimmt, hat sich mit -5% noch vergleichsweise gut gehalten. Vom guten Abschneiden des Inlandsmarktes konnte der Import nicht profitieren. Er ist um ein Zehntel gesunken. Die Beschäftigung war zum Jahresende um 3% zurückgegangen. Die Kapazitätsauslastung lag im Januar 2020 bei 81,5%. Die aktuelle Kombination aus zyklischem Konjunkturrücklauf, Strukturwandel in der Automobilindustrie, handelsstrategisch motivierten Turbulenzen und zu guter Letzt auch noch dem Coronavirus dämpft die Investitionsneigung weltweit. Weniger als 1% sollen die Anlageinvestitionen im laufenden Jahr nach Aussagen von Oxford Economics, Prognosepartner des VDW, steigen.

Im internationalen Ranking hat die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ihre Position im Spitzentrio gehalten, denn alle anderen Herstellerländer kämpfen mit ähnlichen Entwicklungen wie die Deutschen. Auf Basis vorläufiger Daten für die Top-20-Produzenten hat der VDW für 2019 einen Rückgang der internationalen Produktion ohne Teile und Zubehör um 3% auf 72,1Mrd.€ berechnet. Im Spitzentrio konnte nur China mit 2% zulegen. Japan auf Platz 3 verlor sogar 5%. Im Export bleibt Deutschland Weltmeister. Japan auf Platz 2 verlor ähnlich wie

Deutschland ebenfalls 9%, Italien auf dem dritten Platz 2%. Im Verbrauch schließlich verliert der weltgrößte Markt China mit 8% zum zweiten Mal in Folge, die USA liegen mit 3% ebenfalls unter Vorjahr. Einzig Deutschland auf Platz 3 kann 6% zulegen.

Die Industrieproduktion werde hierzulande nochmals sinken. Anlageinvestitionen in den Hauptabnehmerindustrien steigen nur marginal. Für den Werkzeugmaschinenverbrauch wird nach einem leichten Rückgang im Vorjahr 2020 ein Minus von einem Fünftel erwartet.

http://www.vdw.de
Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.

Topstories

Das könnte Sie auch interessieren

Branchenindikator Instandhaltung Quartal 2 2020

Nachdem bereits im Vorquartal erste Ausläufer der Corona-Krise in der Umfrage des Branchenindikators zu beobachten waren, scheinen die damit verbundenen Auswirkungen nun endgültig in der Instandhaltung angekommen zu sein. Auf Seiten der innerbetrieblichen Instandhaltungsabteilungen bricht der Indexwert weiter ein und sinkt von -7,1 Punkte auf -16,2 Punkte ab. Auch das Klima der industriellen Instandhaltungsdienstleister leidet, was sich in einem Rückgang des Indexwertes um 10 Punkte auf 14 Punkte niederschlägt.

mehr lesen

Sichere Interaktion mit Industrieroboter

In der Fertigungshalle der Zukunft arbeiten Mensch und Roboter Hand in Hand. Schutzzäune wären dann nicht mehr nötig. In der Theorie gibt es dafür auch viele spannende Ansätze und Konzepte. Doch die Realität zeigt immer wieder: So einfach ist echte MRK gar nicht. Mit einem Demonstrator will Keba die praxistauglichkeit seiner Lösung unter Beweis stellen.

mehr lesen

600% schneller über die Cloud

Ob Sondermaschine, automatisiertes Industriegebäude, mobile Arbeitsmaschine oder Logistiksystem: Updates der Steuerungsapplikation zur Prozess-, Leistungs- oder Funktionsverbesserung betreffen alle Automatisierungssysteme. Wie das folgende Beispiel zeigt, lassen sich diese durch eine cloudbasierte Steuerungsadministration erheblich beschleunigen.

mehr lesen

Mit High-Tech zur Einfachheit

Der Hype um Industrie 4.0 hat in den letzten Jahren zu einer sehr dynamischen Entwicklung im Bereich industrieller Zustandsüberwachungssysteme geführt. Eine IoT-Lösung, die den Zustand kompletter Produktions- und Prozessanlagen überwacht, hat Schaeffler vorgelegt. Die Industrie kommt mit dieser smarten kabellosen Lösung wirtschaftlich attraktiver Predictive Maintenance einen bedeutenden Schritt näher. Die Zahl ungeplanter Stillstände wird deutlich reduziert. Im Rahmen des TeDo Herbsts der Innovationen stellt die [me] vor, wie damit Mechatronik auf den Punkt gebracht wird.

mehr lesen

Die passende Datenbrille finden

Der Einsatz von Datenbrillen ist heute in der Industrie und Logistik keine Seltenheit mehr. In der Ausbildung, der Produktion, im Warenlager oder auch bei der Wartung von Maschinen sowie später vor Ort im Kundendienst setzen Unternehmen mittlerweile häufig auf Datenbrillen und die Unterstützung durch Augmented Reality.

mehr lesen

FMB-Süd setzt 2021 aus

Durch die vielen verschobenen Industriemessen und der daraus resultierenden Termindichte im Frühjahr 2021 hat Easyfairs entschieden, mit der nächsten FMB-Süd – die für den Februar 2021 geplant war – auszusetzen.

FMB-Hygienekonzept steht fest

Das Konzept steht: Die Veranstalter der FMB-Zuliefermesse Maschinenbau haben die Grundlage für eine hygienegerechte Durchführung der Messe geschaffen.

EMAG übernimmt Scherer Feinbau

Zum 1. August 2020 hat der süddeutsche Maschinenbauer das unterfränkische Unternehmen Scherer Feinbau mit Sitz in Alzenau, Anbieter für CNC-Vertikal-Drehmaschinen und vertikale Wellendrehmaschinen, übernommen.

Covid-Pandemie belastet zweites Quartal von Krones

Wie erwartet, wirkten sich die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie im 2. Quartal 2020 wesentlich stärker auf die Geschäfte von Krones aus als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -