- Anzeige -
- Anzeige -
Lesedauer: 3min
Corona-Regeln
Messen gelten nicht mehr als Großveranstaltungen

Mai 13, 2020 | Markt, Trends, Technik

Künftig entscheiden die Länder anhand von Hygiene- und Abstandsregeln über die Durchführung von Messen und Businessveranstaltungen. Gleichzeitig werden Messen nicht mehr als Teil der Kategorie ‚Großveranstaltungen‘ betrachtet. Das ist das Ergebnis der Vereinbarungen von Bundesregierung und Bundesländern am 6. Mai. Damit wurde gleich zwei Forderungen entsprochen, die der Famab e.V. – gemeinsam mit anderen Branchenverbänden – seit Wochen an die Bundes- und Landesregierungen kommuniziert. Gemeinsam mit dem Research Institute for Exhibition and Live-Communication (RIFEL) wurde bereits ein Stufenplan mit Handlungsempfehlungen entwickelt und den politischen Entscheidungsträgern kommuniziert.

Hierzu Jörn Huber (Vorstandsvorsitzender des Famab e.V.): „Die Entscheidungen sind begrüßenswert. Wir sind bereits seit Beginn des Lockdowns in einem fachlichen Austausch mit den Entscheidungsträgern in Bund und Ländern. Messen und Businessveranstaltungen werden damit als das gesehen, was sie tatsächlich sind: Professionelle und sehr gut steuerbare Veranstaltungen, die mit einem Minimum an Risiko durchgeführt werden können. Sie sind, gerade bei dem, was nun vor uns liegt, dringend notwendige Bestandteile der Unternehmenskommunikation. Die Entscheidung trägt jedoch auch ein großes Risiko in sich: Jedes Bundesland wird nun möglicher Weise einen völlig individuellen Umgang mit dem Thema entwickeln. Eine nun schwer überschaubare Vielzahl an unterschiedlichen Forderungen und Regelungen droht. Die ersten Meldungen aus den Ländern kündigen dies bereits an. Es wird Auftraggebern und Besuchern kaum zu vermitteln sein, warum z.B. in Baden-Württemberg völlig andere Regeln gelten als in Nordrhein-Westfalen. Wir fordern daher die Verantwortlichen in den Ländern dazu auf, gemeinsame Regelungen zu entwickeln. Der Stufenplan des RIFEL bietet hierzu eine gute Basis. Die Entscheidung darf neben allen positiven Effekten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nun Monate dauern wird, bis erste Messen und Veranstaltungen überhaupt stattfinden werden. Diese Vorlaufzeiten brauchen Veranstalter und Dienstleister, um professionelle und sichere Veranstaltungen zu planen. Bis dahin befindet sich unsere Branche weiterhin faktisch in einem Berufsverbot. Die bereits entstandenen und ungebremst weiterlaufenden Schäden sind immens. Wir waren die ersten im Lockdown und werden die letzten sein, die wieder arbeiten dürfen. Daher fordern wir einmal mehr, dass diese besondere Situation der Veranstaltungsbranche bei den Regierungen auch zu entsprechenden Hilfsmaßnahmen führen muss. Unsere detaillierten Vorschläge liegen dort vor. Ansonsten wird es bald nicht mehr viele Unternehmen in diesem Land geben, die professionelle Messen und Veranstaltungen werden machen können.“

Famab Kommunikationsverband e.V.

News

Topstories

Das könnte Sie auch interessieren

Metav im März 2021

Die Metav musste aufgrund der Corona-Pandemie vom März 2020 auf den März 2021 verschoben werden. Sie findet nunmehr vom 23. bis 26. März in den Hallen 5, 6 und 7a statt. „Nach der erfolgreichen Durchführung des Caravan Salons in Düsseldorf mit einem gut durchdachten und funktionierenden Hygienekonzept sind wir sehr zuversichtlich, auch die Metav 2020 reloaded an den Start bringen zu können“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer beim Veranstalter VDW.

mehr lesen

Ein echtes Novum

Multiturn-Feedback bei Kleinstantrieben: Was bis dato unmöglich war, lässt sich jetzt mit den neuen 22mm-Kit Encodern von Posital stemmen. Clou der magnetischen Mini-Kits ist, dass sie bei der Versorgung der Zählelektronik im stromlosen Zustand auf Energie per Wiegand Sensorik setzen, ohne Batterien oder Getriebe.

mehr lesen

Wertschöpfung + Integration = USP

Die Firma Schubert ist nicht nur bekannt als Taktgeber im Verpackungsmaschinenbau, sondern auch für ihre außergewöhnliche Wertschöpfungstiefe. Die verbauten Steuerungen entwickelt und fertigt das Unternehmen selbst, genauso wie Roboterkinematiken, moderne Bildverarbeitungslösungen oder die dazugehörige Software. Für die nahe Zukunft hat Schubert nicht nur einen Cobot für Highspeed-Verpackungsanwendungen angekündigt, sondern auch eine hauseigene Digital-Twin-Lösung für die intuitive Konfiguration der Maschinen.

mehr lesen

Visualys kooperiert mit Xeo4

Das Softwareunternehmen Visualys, Tochter von Wachendorff, geht eine Partnerschaft mit dem italienischen IIoT-Plattform-Anbieter Xeo4 ein.

Logimat 2021 vorsorglich verschoben

Aufgrund der Unsicherheiten durch Corona verschiebt der Veranstalter Euroexpo die Logimat 2021 vorbeugend vom März in den Frühsommer.

Modulare Werkzeugsysteme

Paul Horn erweitert das Kassettensystem 220 für fast alle Schneidplattentypen im Werkzeugportfolio.

FMB-Süd setzt 2021 aus

Durch die vielen verschobenen Industriemessen und der daraus resultierenden Termindichte im Frühjahr 2021 hat Easyfairs entschieden, mit der nächsten FMB-Süd – die für den Februar 2021 geplant war – auszusetzen.

FMB-Hygienekonzept steht fest

Das Konzept steht: Die Veranstalter der FMB-Zuliefermesse Maschinenbau haben die Grundlage für eine hygienegerechte Durchführung der Messe geschaffen.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -