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Präzisionswerkzeuge punkten bei der Gussbearbeitung
Ein Wechselkopfbohrer und ein Multifunktionstool von Iscar überzeugen beim Unternehmen Robert Bosch Lollar Guss im hessischen Lollar. Im Vergleich zur früher eingesetzten Lösung erzielen sie längere Standzeiten und sind im Prozess schneller. Darüber hinaus werden deutlich Werkzeugkosten eingespart. Die Prozesssicherheit - eine wichtige Anforderung des Anwenders - ist zuverlässig gegeben.
Setzten erfolgreich auf eine gute Zusammenarbeit (v.l.): Holger Lämmer, Leiter Mechanische Bearbeitung bei Bosch, Matthias Erlebach, Technische Beratung und Vertrieb bei Iscar, Gerd Schlegel, Werkzeugverwaltung und -entwicklung bei Bosch, und Michael Hesselschwerdt, Produktspezialist Modulare Frässysteme, Reiben und Gewindefräsen (Iscar).
Setzten erfolgreich auf eine gute Zusammenarbeit (v.l.): Holger Lämmer, Leiter Mechanische Bearbeitung bei Bosch, Matthias Erlebach, Technische Beratung und Vertrieb bei Iscar, Gerd Schlegel, Werkzeugverwaltung und -entwicklung bei Bosch, und Michael Hesselschwerdt, Produktspezialist Modulare Frässysteme, Reiben und Gewindefräsen (Iscar). Bild: Iscar Germany GmbH

Hervorgegangen aus der Buderus Heiztechnik und zunächst in die Bosch Thermotechnik (TT) integriert, ist Robert Bosch im hessischen Lollar seit 2015 eine eigenständige GmbH und Lieferant für TT. Bis 2018 flossen rund 40 Millionen Euro in die Optimierung der Prozesse. Zwei neue Hochfrequenzöfen und eine Durchlaufstrahlanlage wurden angeschafft – nicht zuletzt, um den Standort zukunftssicher zu gestalten. „Wir sind heute in der Gießerei komplett verkettet“, berichtet Holger Lämmer, Leiter mechanische Bearbeitung.

Der Markt für Heizkessel hat sich in den vergangenen Jahren enorm verändert und wird die rund 300 Mitarbeiter auch in Zukunft herausfordern. „Unsere Aufgabe besteht darin, bei gleichbleibender Varianz gut auf kleiner werdende Losgrößen reagieren zu können. Wir fahren heute die Maschinen nicht mehr durch, sondern fertigen mehrere Modelle am Tag“, skizziert Lämmer. Seine Abteilung hat sich auf die mechanische Bearbeitung von Kesselguss-Komponenten spezialisiert. In die bis zu 55kg schweren Bauteile werden Bohrungen eingebracht und Gewinde geschnitten. Hierbei sind ausgezeichnete Oberflächen und eine hohe Prozesssicherheit unabdingbar.

Die zu bearbeitenden Heizkessel aus Grauguss wiegen bis zu 55kg: Durch die Werkzeuge von Iscar entstehen Bohrungen und Gewinde mit hoher Prozesssicherheit.
Die zu bearbeitenden Heizkessel aus Grauguss wiegen bis zu 55kg: Durch die Werkzeuge von Iscar entstehen Bohrungen und Gewinde mit hoher Prozesssicherheit.Bild: Iscar Germany GmbH

Prozessoptimierung im Fokus

Die Anschaffung eines neuen CNC-Bearbeitungszentrums bot den Zerspanungsspezialisten die Möglichkeit, ihre Produktionsprozesse zu optimieren. Dies betraf auch die Werkzeuge – mit den bisher eingesetzten eines Wettbewerbers waren Holger Lämmer und seine 25 Mitarbeiter nicht zufrieden. „Die Standzeiten waren zu gering und die Montage viel zu umständlich. Die Werkzeuge haben die höhere Leistung der neuen CNC-Maschine nicht umgesetzt“, fasst der für die Werkzeugverwaltung und -entwicklung zuständige Gerd Schlegel zusammen.

„Auf einer Fachmesse haben wir uns umgeschaut und sind auf die Werkzeuge von Iscar aufmerksam geworden“, erinnert sich Schlegel. „Unser großes Ziel war es, sichere Prozesse zu fahren. Dafür schienen uns diese Werkzeuge geeignet.“ So begann die Zusammenarbeit mit Matthias Erlebach, Technische Beratung und Vertrieb, sowie Michael Hesselschwerdt, Produktspezialist Modulare Frässysteme, Reiben und Gewindefräsen (beide Iscar). Es folgten intensive Gespräche und Sondierungen; erste Probewerkzeuge entstanden und wurden nach Zeichnungsvorgaben spezifiziert. Matthias Erlebach war regelmäßig vor Ort, Michael Hesselschwerdt übernahm die Koordination. Es galt, die Werkzeugleistung zu optimieren und passende Durchmesser zu ermitteln. „Wir haben alles darangesetzt, um die Wünsche von Bosch erfüllen zu können“, führt Matthias Erlebach aus. Unter Leitung von Gerd Schlegel wurden in Lollar Tests am Bauteil gefahren, die den Werkzeugverwalter überzeugten.

Erfolgs-Duo: Der Wechselkopfbohrer der Sumocham-Linie von Iscar und das Multifunktionswerkzeug erhöhten bei Bosch in Lollar deutlich die Standzeiten.
Erfolgs-Duo: Der Wechselkopfbohrer der Sumocham-Linie von Iscar und das Multifunktionswerkzeug erhöhten bei Bosch in Lollar deutlich die Standzeiten.Bild: Iscar Germany GmbH

Maßgeschneiderte Lösung

Die Iscar-Experten empfahlen den Einsatz eines Bohrers mit Wechselkopf aus der Sumocham-Linie sowie ein Multifunktionstool. Beide Werkzeuge sind aus dem Standardangebot von Iscar, wurden jedoch auf die Anforderungen von Bosch zugeschnitten. Durch die Verwendung eines leistungsstarken Substrats erzielt der Bohrer lange Standzeiten. Der Wechsel des Kopfes erfolgt einfach und rasch. Darüber hinaus lässt er sich nachschleifen – das spart Werkzeugkosten ein. Gleich mehrere Arbeitsschritte erledigt das Multifunktionstool: Aufstechen des Kernlochs mit einem Durchmesser von 39,4mm, Bearbeiten der Fase, einstellbare Planbearbeitung bis 65mm Durchmesser sowie die Bearbeitung des Gewindes.

Die Iscar-Werkzeuge erfüllten die Erwartungen der Zerspanungsspezialisten in Lollar und bestätigten die positiven Testergebnisse. Der Einsatz des Bohrers erhöhte deutlich die Produktivität. Aufgrund seiner speziellen Geometrie stieg die Standzeit von bisher 180 auf jetzt 600 Bauteile. Im Vergleich zum Vorgänger arbeitet er mit besserer Schnittgeschwindigkeit und optimiertem Vorschub: Dies führt zu einer Zeitersparnis bei der Bearbeitung und spürbar günstigeren Kosten pro Bauteil. Auch das Multifunktionswerkzeug punktet. Die Bearbeitungszeit beim Einbringen des Gewindes verkürzte sich um neun Sekunden pro Bauteil. Gleichzeitig stieg die Standmenge von 500 auf 700 Bauteile.

Prozesssicherheit erhöht, Werkzeugkosten gesenkt

Die mechanische Bearbeitung bei Bosch Lollar ist durch die Iscar-Werkzeuge effizienter geworden. „Wir fahren jetzt höhere Stückzahlen und erzielen kürzere Bearbeitungen. Die Werkzeuge haben unsere Produktionskosten gesenkt und die Prozesssicherheit erhöht“, fasst Holger Lämmer zusammen. Des Weiteren muss er weniger Geld für Werkzeuge ausgeben. „Das Multifunktionstool erledigt die Arbeit von drei einzelnen.“ Auch die Anforderungen an die Bauteilqualität sind erfüllt. Als Lieferant für Bosch Thermotechnik muss beispielsweise sichergestellt sein, dass keine Späne in den Heizkessel gelangen. „Die Gewindebearbeitung läuft diesbezüglich reibungslos“, freut sich Gerd Schlegel. Rückseitige Luftkanäle im Multifunktionswerkzeug sorgen dafür, dass Späne zuverlässig aus dem Hohlkörper transportiert werden.

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ISCAR Germany GmbH
http://www.iscar.com

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