- Anzeige -
Lesedauer: 7min
Sechsachsroboter in der Sensorfertigung
Kleine Losgrößen in einer Zelle produzieren

Feb 11, 2020 | Elektronik, Robotik

Mit einer Montagezelle zeigt der Sensorhersteller Wenglor, wie sich sowohl Produktivität als auch Flexibilität mit moderner Steuerungstechnik und hochperformanten Robotern verbessern lassen. Ein Sechsachsroboter fertigt darin Optikmodule für unterschiedliche Baureihen.
Die Roboterzelle bei Wenglor verfügt über zwei identische Justagestationen für die hochgenaue Ausrichtung der Linsen.
Die Roboterzelle bei Wenglor verfügt über zwei identische Justagestationen für die hochgenaue Ausrichtung der Linsen.Bild: Stäubli Tec-Systems GmbH

Sensorhersteller müssen innovativ sein, wenn sie die Schlüsselrolle ausfüllen wollen, die ihnen in einer Welt zu digital vernetzen Prozessen zugeschrieben wird. Wenglor in Tettnang am Bodensee zeigt mit einer intelligent konzipierten Montagezelle, dass nicht nur die Endprodukte von Sensorherstellern wegweisend sein können, sondern auch deren Produktion.

Personalmangel

Rund 300 Mitarbeiter beschäftigt Wenglor allein am Standort Tettnang und der Bedarf an qualifiziertem Personal ist kaum zu decken. Daher spielen hochautomatisierte Produktionskonzepte für den Produzenten eine besondere Rolle. Wie eine solche Lösung in der Praxis aussieht, zeigt eine Roboterzelle, in der Optikmodule für unterschiedliche optoelektronische Sensorbaureihen montiert werden. Zu den Schlüsselkomponenten der Zelle gehören ein Stäubli TX60L Sechsachs-Roboter, eine Beckhoff TwinCAT3 Soft-SPS sowie ein .NET-Hostprogramm. „Das Roboterprogramm unterstützt beliebige Anforderungen, die Ausführungsschritte in der SPS sind frei konfigurierbar, die Ausstattung der Zelle hochflexibel – das gibt uns jede Menge Freiheit. Die Anlage kann deshalb nicht nur Linsen justieren, sondern beherrscht auch ein breites Spektrum an Montageapplikationen“, sagt Michael Martin, Softwareentwickler bei Wenglor.

Typische Losgröße bis 2.000

Derzeit werden in der Zelle ausschließlich Optikmodule für unterschiedliche modular konzipierte Sensorbaureihen montiert. Die Variantenvielfalt ist groß, die typischen Losgrößen liegen bei 100 bis 2.000 Optikmodulen. Analog dazu stehen bis zu fünf Umrüstungen pro Tag an. Aufgrund der Flexibilität der Anlage und der steuerungstechnischen Voraussetzungen mit dem Hostprogramm, aus dem die entsprechenden Prozessabläufe nur abgerufen werden müssen, lässt sich die komplette Zelle in wenigen Minuten umrüsten.

Große Reichweite

Einen Großteil der Handhabungsprozesse der drei Einzelteile Optikmodul, Sende- und Empfangslinse, die über Trays bevorratet werden, übernimmt der Roboter. Da es sich dabei um die Langarmvariante handelt, steht dem Roboter eine Reichweite von 920mm zur Verfügung, sodass alle Stationen innerhalb der Zelle angefahren werden können.

Seiten: 1 2 3Auf einer Seite lesen

Autor:

Das könnte Sie auch interessieren

VIB-Potenzial in Zahlen

Gemeinsam mit Machineering, dem Anbieter der Simulationssoftware IndustrialPhysics, können Unternehmen ab jetzt das individuelle Potenzial für den Einsatz einer virtuellen Inbetriebnahme (VIB) ermitteln.

Maindays 2020

Unter dem Motto ‘Instandhaltung zwischen Kostendruck und digitalem Wandel‘ findet vom 17. bis zum 18. März in Berlin die 21. Jahrestagung MainDays statt.

Interroll: Gewinn auf neuem Rekordniveau

Interroll konnte das gute Ergebnis nach einem Rekordvorjahr auch im Geschäftsjahr 2019 halten: der Nettoumsatz wurde mit umgerechnet ca. 521,2Mio.€ erneut erreicht, der Bestelleingang sank erwartungsgemäß auf umgerechnet ca. 508,9Mio.€.

Knowledge Day

Auf dem Knowledge Day in Blaubeuren erhalten Teilnehmer u.a. praxisorientierte Einblick in die Themen Predictive Maintenance und MES.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -