- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
Lesedauer: 4min
100 Jahre Zerspan-Expertise

Mai 15, 2020 | Werkzeuge + Spannmittel

Das Gewindewerkzeug Emuge Taptor vereint einen Spiralbohrer mit einem Gewindebohrer und führt zu einer wesentlichen Einsparung an Bearbeitungszeit.
Das Gewindewerkzeug Emuge Taptor vereint einen Spiralbohrer mit einem Gewindebohrer und führt zu einer wesentlichen Einsparung an Bearbeitungszeit. Bild: Emuge-Franken

Im mittelfränkischen Lauf an der Pegnitz legte Richard Glimpel vor 100 Jahren den Grundstein. Heute zählt Emuge-Franken mit 1900 Mitarbeitern an 52 weltweiten Standorten zu den global führenden Herstellern von Produkten der Gewinde-schneid-, Prüf-, Spann- und Frästechnik zählt. Innovation, Präzision und Nähe stehen nicht nur heute als Werte für Emuge-Franken, sondern prägten auch die Gründungsjahre. Nach verschiedenen Stationen in Unternehmen des deutschen Maschinenbaus und absolvierter Meisterprüfung fasste Richard Glimpel den Entschluss, in einem eigenen Betrieb seine Ideen zu verwirklichen. Am 20.5.1920 gründete er mit drei Mitarbeitern die „Präzisions-Werkzeugfabrik Richard Glimpel Lauf a.d. Pegnitz (Bayern)“ – und im selben Jahr entwickelte er den Einschnitt-Gewindebohrer mit Schälanschnitt. Dieser revolutionierte die maschinelle Fertigung von Innengewinden, da diese nicht mehr mit einem dreiteiligen Gewindebohrersatz, sondern wesentlich schneller mit nur einem Werkzeug gefertigt werden konnten. Ein Großauftrag einer Eisenbahngesellschaft sicherte bereits kurz nach der Gründung das Wachstum.

Wandel zum Systemanbieter

Richard Glimpel war bewusst, dass die Abstimmung des Werkzeugsystems entscheidenden Einfluss auf die Produktivität ausübt und ergänzte deshalb das Produktprogramm 1928 mit Werkzeughaltern und 1950 mit dem Spieth-System zur Werkstückspannung. 1953 folgte das Patent für den steilspiralgenuteten Gewindebohrer, bis heute die maßgebende Geometrie für die Innengewindefertigung in Grundlöchern. Helmut Glimpel, Sohn des Firmengründers und – gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Gerhard Knienieder – heutiger Geschäftsführer, begann 1956 seine Laufbahn im Unternehmen. Durch den Erwerb der Firma Franken 1958 wurde das Produktprogramm mit Fräswerkzeugen ergänzt und der Grundstein für eine Unternehmensgruppe gelegt. Dabei entwickelte sich Emuge-Franken immer mehr zum Systemanbieter von Präzisionswerkzeugen in der Gewindeschneid-, Bohr-, Prüf-, Spann- und Frästechnik.

Kundennähe stets im Blick

„Ein Kunde ist jemand, der uns seine Wünsche bringt. Unsere Aufgabe ist es, diese Wünsche gewinnbringend für ihn und uns zu erfüllen.“ An diesem Credo Richard Glimpels zur Kundennähe orientierte sich sein Sohn Helmut nicht nur mit der Ausweitung des Produktprogramms, sondern auch mit der Gründung neuer Vertriebs- und Produktionsstandorte. Der ersten Auslandsniederlassung 1983 in den USA folgten weitere Vertriebsniederlassungen in allen weltweit bedeutenden Industrienationen, von denen einige auch über Produktionsstätten für den lokalen Markt verfügen.

Innovationen prägen das ganze Jahrhundert der Firmengeschichte. Der Erfindergeist spiegelt sich insbesondere in den zahlreichen Patenten wider, die seit Firmengründung regelmäßig erteilt wurden und zu denen auch die neuesten Entwicklungen wie Franken Cut&Form, Emuge Punch Tap oder Emuge Taptor zählen. Sogar bei technisch eher ausgereiften Gewindeformern konnten einzigartige Geometrieverbesserungen verwirklicht werden, wie die Patentanmeldung des Emuge InnoForm Steel-M zeigt. Die Umsetzung solcher Meilensteine verdeutlicht, dass die Werte des Unternehmens Innovation – Präzision – Nähe weiterhin gelebt werden.

www.emuge-franken.com

www.emuge-franken.de
Autor: Emuge-Werk Richard Glimpel GmbH & Co. KG
- Anzeige -
- Anzeige -

News

Topstories

Das könnte Sie auch interessieren

Ein Sortier-Roboter auf Achse

26 Jahre lang leistete die Lager- und Sägetechnik von Kasto dem Hydraulik-Spezialisten Liebherr-Components Kirchdorf treue Dienste. Im Zuge von Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen brachte Kasto mit einem Retrofit das bestehende Langgutlager und eine der beiden Sägemaschinen auf den neuesten Stand. Eine Hochleistungs-bandsäge und ein maßgeschneidertes Handlingsystem mit Roboterunterstützung sorgen zudem für effiziente sowie ergonomische Prozesse.

mehr lesen

Besser konstruieren

In der Anschluss- und Verbindungstechnik benötigen Elektrokonstrukteure und Gebäudeplaner ein fein
justiertes Teamplay von Komponenten, Artikeldaten und ECAD-System. Der Automatisierer Wago stellt für seine Reihenklemmen, Stromversorgungen, Steuerungen und I/O-Systeme 3D- und elektrotechnische
Artikeldaten bereit. Aber auch für die Planung und
Instandhaltung der eigenen Fertigungsanlagen nutzt das Unternehmen moderne ECAD-Prozesse.

mehr lesen

IO-Link-Sensoren für intelligente Temperatur-, Druck-, Level- und Kraftmesstechnik

Mit Blick auf die Anforderungen von I4.0-Anwendungen bietet die digitale Punkt-zu-Punkt-Verbindung IO-Link eine herstellerübergreifende, feldbusunabhängige Kommunikationstechnologie, die vielfältige Möglichkeiten für die intelligente Anbindung von Sensoren und Aktuatoren an die Steuerungsebene eines Automatisierungssystems und die Kommunikation zwischen Anlagensteuerung und Feldebene bietet.

mehr lesen

Joint Venture von Moog und Voith

Moog und Voith haben ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen HMS – Hybrid Motion Solutions GmbH mit Sitz in Rutesheim gegründet.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -