Skalierbare und modulare Servoverstärker

Acht Achsen auf einen Streich

Um komplexe Aufgaben in CNC-Dreh- bzw. Fräsanwendungen, in Multiachsanwendungen für die Inspektion von Oberflächen- und Materialprüfung oder bei der Leiterplattenherstellung zu bewältigen, benötigt der Maschinenbauer häufig mehr als ein Sechsachssystem. Diesen Anforderungen Rechnung trägt eine neue modular aufgebaute Lösung, mit der sich bis zu acht Achsen ansteuern lassen, deren Prototyp erstmals auf der SPS IPC Drives zu sehen sein wird.

Das modular konzipierte Ecomodul von Jenaer Antriebstechnik steuert bis zu acht Achsen an und wird auf der SPS IPC Drives vorgestellt. (Bild: Jenaer Antriebstechnik GmbH)

Das modular konzipierte Ecomodul von Jenaer Antriebstechnik steuert bis zu acht Achsen an und wird auf der SPS IPC Drives vorgestellt. (Bild: Jenaer Antriebstechnik GmbH)


Das Ecomodul von Jenaer Antriebstechnik steuert bis zu acht Achsen an. Der große Vorteil des Servoverstärkers ist dabei sein modularer Aufbau, der eine schnelle, kundenspezifische Anpassung ermöglicht. So muss der Multiachs-Servoverstärker nicht jedes Mal völlig neu entwickelt werden, sondern die Module nur an die jeweiligen Applikationsanforderungen adaptiert werden. Die Gerätekosten werden deutlich reduziert und dem Maschinenbauer steht der Verstärker inklusive der anwendungsgerechten Ausstattung schneller zur Verfügung.

Basis- und Erweiterungsmodule

Herz des Servoverstärkers ist das Basismodul. Es steuert zwei Achsen an und verfügt über eine CANopen-Schnittstelle sowie STO für das gesamte Achssystem. Dazu kommen noch zwei digitale Ein- und ein Ausgang mit 24V pro Achse sowie ein analoger Eingang pro Achse. Als Motorfeedback-System stehen aktuell ein inkrementeller und absoluter Messwertgeber zur Verfügung. Darüber hinaus kann der Verstärker mit weiteren Achs- und I/O-Modulen aufgestockt werden. Erstere entsprechen dem Aufbau des Basismoduls, verfügen allerdings weder über STO noch eine eigene CAN-Schnittstelle. Die I/O-Module runden den modularen Bausatz ab. Ausgestattet mit acht digitalen I/Os, können hier je nach Einsatzanforderungen Sensoren oder Schalter angeschlossen werden. Mit Hilfe dieser Bausteine lässt sich der Verstärker passend auf die jeweils nötige Funktionalität abstimmen. So besteht ein Vierachsgerät aus einem L-förmigen Grundträger mit einem Basis-und einem Achsmodul und das Achtachsgerät entsprechend aus einem gespiegelten L-förmigen Grundträger mit einem Basis-und drei Achsmodulen. Je nach Kundenwunsch können statt den Achs- oder I/O-Modulen weitere Einheiten ergänzt werden, z.B. für ein externes Encoder-System oder andere Feldbusschnittstellen.

Gute Bedienbarkeit, wenig Platzbedarf

Für eine gute Bedienbarkeit sorgen eine LED-Statusanzeige, ein Servicetaster (z.B. zum Abrufen der Einstellungen für die kundenspezifische Programmierung), eine Mikro-USB-Parametrierschnittstelle und auf Wunsch eine Zugentlastung der Kabel. Auch hinsichtlich des Platzbedarfs im Schaltschrank kann der modulare Servoverstärker Vorteile ausspielen. Das Achtachsgerät ist in der Breite doppelt so groß, wie das Vierachsgerät und misst nur 145x72x214mm. In Bezug auf Installation und Servicefall vermindert der Multiachs-Servoverstärker den Verdrahtungs- und Installationsaufwand des Systems deutlich. Für den unkomplizierten Einbau im Schaltschrank befinden sich die Anschlüsse und die Steckverbinder vom Typ Molex-Nano-Fit an der Front und erlauben so eine schnelle sowie werkzeuglose Konfiguration des Systems. Der neue Servoverstärker ist bezüglich der Konfiguration mit der Ecostudio-Software kompatibel und lässt so eine schnelle Inbetriebnahme zu. Einfache Bewegungsabläufe sind mit dem Sequenzer realisierbar und können durch die Software parametriert werden. Mitunter erlaubt dies eine separate Steuerung einzusparen.

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