Safety / Security Engineering und Resilience Engineering

Berufsbegleitende
Sicherheits-Diploma

Von der Produktion über die Mobilität bis hin zu Versorgungsnetzen, Unterhaltung und Freizeit: Unsere Gesellschaft ist auf das zuverlässige Funktionieren einer Vielzahl an zunehmend komplexen technischen Systemen angewiesen. Durch die Vielschichtigkeit und Anwendungsreichweite solcher Systeme wachsen jedoch auch ihre Fehleranfälligkeit, ihre Gefährdung von außen und ihr Gefährdungspotenzial für Mensch und Umwelt. Daher wird für Hersteller und Verantwortliche solcher Systeme ein effizienter, sicherheitstechnischer Nachweis immer herausfordernder.

 (Bild: ©MEV)

(Bild: ©MEV)


Das Fraunhofer EMI und die Fraunhofer Academy bieten in wissenschaftlicher Kooperation mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zwei modulartig aufgebaute, berufsbegleitende Weiterbildungsprogramme zu diesem Thema an. Beide enden mit dem Abschluss Diploma of Advanced Studies (DAS). Studienstart ist am 26. Oktober, Bewerbungen für die einzelnen Module, die teilweise als Pilotmodule kostenlos angeboten werden, sind bis zum 15. September möglich.

Modulares Weiterbildungskonzept

Die berufsbegleitenden Weiterbildungsprogramme ‚Safety and Security Engineering‘ und ‚Resilience Engineering‘, deren Entwicklung im Rahmen des BMBF-Wettbewerbes ‚Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen‘ gefördert wurde, richten sich vor allem an Ingenieurinnen und Ingenieure in den Bereichen Elektrotechnik, Informatik, Mikrosystemtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Robotik, Industrieautomation oder Automotive. Beide Angebote setzen sich aus den zwei Pflichtmodulen ‚Technische Sicherheit‘ und ‚Strukturelle Sicherheit‘ und jeweils einem Wahlmodul zusammen. Je nachdem, ob zusätzlich das Modul ‚Risikoanalyse‘ oder ‚Resilienzanalyse‘ gewählt wird, schließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem DAS ‚Safety and Security Engineering‘ oder ‚Resilience Engineering‘ ab. Ersteres richtet sich vorrangig an Fachkräfte der operativen Ebene und Personen mit Führungsaufgaben im Bereich der technischen Sicherheit. Es beschäftigt sich mit der Risikoanalyse und der funktionalen und strukturellen Sicherheit von Systemen.

Die Chancen resilienter technischer Systeme

‚Resilience Engineering‘ zielt hingegen auf ein modernes ganzheitlicheres Konzept von Sicherheit ab: Neben der Risikoreduktion geht es um die rasche Erholung oder sogar Verbesserung von geschädigten Systemen. Können diese Systeme nach Ausfällen schnell und effizient wiederhergestellt werden, ermöglicht dies neuartige sowie ressourcenschonende Systemdesigns und damit Sicherheit bzw. Risikokontrolle durch Resilienz. „Mit Resilience Engineering können wir Risiken besser verstehen: für Lebenszyklen und Einsatzszenarien der Systeme, einschließlich potenzieller Schadensfälle“, erläutert Dr. Ivo Häring, wissenschaftlicher Leiter des Programmes am Fraunhofer EMI. „Das betrifft natürliche, anthropogene und menschenverursachte Schadensereignisse sowie die Auswirkungen von zufälligen und systematischen Fehlern. Daraus lassen sich Sicherheitsanforderungen innovativer und effizienter formulieren und umsetzen.“

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(Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA e.V.)

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