Die richtige Leitung

Konfektionierung mit spezialisierten Partnern

Die richtige Leitung

Über Kabel kann man stolpern. Das ist aber nicht gemeint, wenn es im folgenden Beitrag um die Herausforderungen bei der Entwicklung und Beschaffung konfektionierter Kabel und Baugruppen geht. Vielmehr gibt der Beitrag praxisbezogene Tipps für die Auswahl der passenden Verbindung. Er zeigt typische Fallstricke auf und gibt Hinweise, wie man sie vermeiden kann.
Eine Verbindungsleitung für zwei Baugruppen eines Roboters, ein kompakter Lichtschrankenverteiler für Schließeinrichtungen oder auch eine Ventilsteuerung für den Sonderfahrzeugbau: In allen Bereichen der Industrie und der Automatisierungstechnik gibt es konfektionierte Leitungen, die mit elektronischen Baugruppen zu Systemlösungen kombiniert werden. Das Spektrum reicht dabei von der einzelnen Leitung mit Stecker für einen Drucksensor über Kabelbäume in unterschiedlicher Komplexität bis zu Controllern und Kleinsteuerungen, die anschlussfertig und komplett mit Leitungen und Steckern ausgeliefert werden. Weder die Entwicklung noch die Fertigung dieser Komponenten gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Automatisierungstechnik. Dennoch kann man dabei typische Fehler machen, die sich einfach vermeiden lassen – was Zeit, Geld und Ärger erspart.

Erfahrung aus zwei verschiedenen Perspektiven

Das Unternehmen MC Technologies in Hannover hat in zwei unterschiedlichen Geschäftsfeldern tagtäglich damit zu tun. Die hier beschriebene Kabelkonfektionierung ist entstanden aus der Distribution von Steckverbindern bekannter Hersteller wie AMP/Tyco, Binder, Conec, Lapp, Molex oder Wago. Darauf aufbauen, mit technischen Know-how und kostengünstigem Zugriff auf die Komponenten, werden heute gemeinsam mit dem Kunden individuelle Konfektionslösungen entwickelt, inklusive Fertigung, Prüfung, Verpackung, Kennzeichnung und Anlieferung. In einem weiteren Geschäftsfeld hat MC Technologies ein eigenes Programm an Modulen, Terminals und Routern für die M2M-Kommunikation aufgebaut und steht auf der Anwenderseite somit ebenfalls regelmäßig vor der Aufgabe, die einzelnen Komponenten zu verbinden. Aus der Anwender- und der Lieferantenperspektive ergibt sich so ein umfassendes Wissen über die passende Gestaltung von leitungsgebundenen Schnittstellen. Zu diesem Wissen gehört auch die Erkenntnis, dass die Anwender – unabhängig davon, ob sie die Kabelkonfektionierung selbst übernehmen oder an externe Dienstleister delegieren – zu typischen Fehlern neigen bzw. das ein oder andere Detail übersehen. Eine kleine Übersicht zeigt, was der Konstrukteur oder Einkäufer beachten sollte, um bei dieser häufig wiederkehrenden Aufgabe zu einem guten Ergebnis zu kommen.

Wie steht es um die Verfügbarkeit?

Bei der Auswahl der Leitungen sowie der Steckverbinder ist Sorgfalt erforderlich. Das Angebot vor allem bei den Verbindungselementen ist sehr unübersichtlich. Bei der Entscheidungsfindung sollte der Anwender nicht nur die Umgebungsbedingungen (z.B. Schutzart, Strombelastbarkeit, Korrosionsbeständigkeit, Bauraumvorgaben, Beweglichkeit/Lösbarkeit oder Temperaturbeständigkeit) berücksichtigen, sondern auch die (ggfs. weltweite) Verfügbarkeit prüfen. Wer einen Stecker-Exoten auswählt, muss Verzögerungen schon in der Entwicklungsphase wie auch für die Serie unangemessen hohe Kosten und/oder Lieferengpässe befürchten. Ebenso spielt hier die Frage der am besten geeigneten Verbindungstechnik (z.B. Crimpen, Löten oder Schrauben eine wichtige Rolle. Ist Vibrationsbeständigkeit gefordert? Treten besondere Zugbelastungen auf? Ist die Umgebung trocken und sauber oder feucht und verschmutzt? Welche Mengen sollen verarbeitet werden – ist der Prozess entsprechend auf Handarbeit oder auf Automaten auszulegen?

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